Bogenbauworkshop

Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de fand ein Work­shop statt, der die Kunst des Bogen­baus leben­dig wer­den ließ. Unter der Anlei­tung unse­res geschätz­ten Wil­liam of Stone­ham, einem Meis­ter sei­nes Hand­werks, durf­ten die Teil­neh­mer in zwei Tagen ihren eige­nen Bogen erschaffen.

Es begann mit dem Zuschnitt des Mate­ri­als. Jedes Stück Rat­tan (auch bekannt als Man­au) wur­de indi­vi­du­ell der Kör­per­grö­ße des jewei­li­gen Schüt­zen ange­passt. Als nächs­tes wur­de die Form des Bogens prä­zi­se ange­zeich­net und mit Japan­sä­ge, Zieh­ho­bel, Zieh­ei­sen und Fei­len aus­ge­ar­bei­tet. So wur­de der Roh­ling mit viel Hand­ar­beit in die Form eines Lang­bo­gens gebracht.

Die Arbeit war nicht nur eine Fra­ge von Hand­werks­kunst, son­dern auch der Geduld. Das Hobeln und Schlei­fen der Ober­flä­chen, das Aus­ar­bei­ten des Griff­stücks und der Ker­ben für die Seh­ne erfor­der­ten sowohl Augen­maß als auch Geschick. Unter den Augen von Wil­liam nah­men die Bogen nach und nach ihre Form an.

Beim Til­lern wird die Sym­me­trie des Bogens und das Zug­ge­wicht geprüft, wel­ches zur Kraft des Bogen­schüt­zens pas­sen muss. Nach letz­ten Kor­rek­tu­ren erhält jeder Bogen zum Abschluss eine sorg­fäl­ti­ge Behand­lung mit Lein­öl oder einer far­bi­gen Bei­ze. Ein Griff­stück aus Leder sowie eine in Wunsch­far­ben gedreh­te Seh­ne voll­enden das Werk.

Am Ende des zwei­ten Tages konn­te jeder Teil­neh­mer stolz sei­nen selbst gefer­tig­ten Bogen in den Hän­den hal­ten. Der Work­shop hat allen viel Freu­de berei­tet und die Vor­freu­de auf die regel­mä­ßi­gen Bogen­schieß­tref­fen ist groß.

Ein gro­ßer Dank geht an Wil­liam of Stone­ham für sei­ne Geduld, sein Wis­sen und sei­ne Anlei­tung. Ein beson­de­rer Dank gilt Caro­lin. Sie hat die Hand­wer­ker per­fekt mit Speis und Trank versorgt.