Am 8. September traf sich das Bovelfeuer am Lager in Wedehorn zu einer Manöverkritik der Feuershow auf dem diesjährigen Bovelmarkt. Mit sechzehn anwesenden Personen war es eine recht große Runde, die da Selbstkritik auf hohem Niveau geübt hat. Nach deutlichem Lob an alle Mitwirkenden für eine gelungene und mitreißende Darbietung wurden Kritikpunkte gesammelt und daraus Handlungsentscheidungen für künftige Shows entwickelt um sich noch weiter zu verbessern. So soll in Zukunft der Aufbau der festen, immer benötigten Einrichtungen wie zum Beispiel der Platz für das Löschen der verschiedenen Tools (nass oder trocken) oder der Erste-Hilfe-Bereich noch klarer abgegrenzt und in immer gleicher Weise aufgebaut werden, so dass es nicht zu Verwechslungen oder Unsicherheiten kommen kann. Ein großer Wunsch war auch der nach mehr Licht hinter der Bühne, damit die Vorbereitungsarbeiten noch sicherer ablaufen können. Insgesamt lässt sich rückblickend sagen, dass das Niveau der Feuershow sich hinter teuren, professionellen Angeboten (Ein erfahrener Bühnentechniker bezifferte eine Show dieser Größenordnung mit 5.000 – 8.000 €) keinesfalls verstecken muss. Wir haben mit dem Bovelfeuer ein echtes As im Ärmel, dem so schnell niemand den Rang abläuft. Sie zeigen uns deutlich was Leidenschaft zum Hobby bewirken kann.
Heute am 08. August dreht sich bei der Bovelzumft alles um den Met. Unser Braumeister Met-Max lädt zum Workshop rund um die Herstellung des köstlichen und süffigen Getränks ein.
Met, auch Honigwein genannt, ist ein Wein, bei dem nicht Trauben- oder Fruchtsaft, sondern Honig die wichtigste Zuckerquelle bildet. Die Grundzutaten sind denkbar einfach: Honig, Wasser und Hefe. Die Hefe vergärt die im Honig enthaltenen Zucker zu Alkohol und Kohlendioxid. Je nach Rezept können zusätzlich Früchte, Säfte, Kräuter oder Gewürze zum Einsatz kommen.
Met hat eine uralte Geschichte. Der erste Met wurde zwischen 15.000 und 9.000 v. Chr. hergestellt. Damit ist er sehr viel älter als Bier und Wein.
Der Workshop beginnt mit dem Theorieteil. Hier zeigt sich, dass Met-Max seinen Namen Zurecht trägt. Nicht nur, dass er in Hessen aufgewachsen ist und bereits als 6‑jähriger seinem Opa bei der Herstellung von Apfelwein geholfen hat. Er hat auch Biochemie studiert und weiß genau, worauf es ankommt.
„Wir kombinieren historische Rezepte mit modernen Herstellungsmethoden. Dabei hat Hygiene oberste Priorität“.
Für die Herstellung benötigt man nur wenige Zutaten:
Honig, möglichst regional und frisch
Wasser
Hefe
Nährstoffe
Optional Früchte, Kräuter oder Gewürze
Gerade bei der Hefe sollte nicht gespart werden. Wer billige Bäckerhefe verwendet, darf sich nicht wundern, dass sein Met nach Brot schmeckt. Für Honigwein empfiehlt sich hochwertige Reinzuchthefe.
Für den ersten eigenen Ansatz benötigt man folgende Ausrüstung:
Gärfass, lebensmittelecht
Glasballon
Braubeutel für Gewürze
Braupaddel
Auto-Siphon zum Abziehen
Weindieb zum Proben ziehen
Hydrometer
Flaschen
Wir regelmäßig Met herstellt, wird sich später evtl. einen Desinfektionsständer und einen Verkorker anschaffen. Eine „rapt-pill“ – ein Hydrometer, dass im Ansatz schwimmt und stündlich Messwerte an ein Onlineportal liefert, fällt mit rund 100,- EUR recht hochpreisig aus. Aber es erspart die zeitaufwendigen Proben, bei denen ja auch jedes Mal etwas von dem Ansatz verloren geht.
Im Anschluss an den theoretischen Teil beginnen die Teilnehmer damit, ihr Ausrüstung vollständig zu zerlegen und jedes einzelne Teil zu desinfizieren. Alle Gerätschaften und die Arbeitsflächen werden gereinigt. Alle Teilnehmer tragen Handschuhe. Das höchste Gebot bei der Met-Herstellung ist Hygiene.
In das gereinigte Gärfass wird zuerst der Honig entsprechend der vorher festgelegten Rezeptur eingefüllt. Anschließend folgen Wasser und spezielle Hefe-Nährstoffe, ganz zum Schluss die Reinzuchthefe. Bei der Hefe gibt es Unterschiede in Bezug auf die Gärtemperatur, den Alkoholgehalt und den Einfluss auf den Geschmack des fertigen Mets. Da die Teilnehmer sowohl unterschiedlichen Honig als auch unterschiedliche Hefen benutzen, wird jeder der heutigen Ansätze einen individuellen Geschmack entwickeln.
Die Teilnehmer nehmen ihre Ansätze mit nach Hause und lagern sie idealerweise im kühlen Keller. Nun beginnt der Gärungsprozess, der aus der Lag-Phase, der Hauptgärung und der Nachgärung besteht. In dieser Zeit heißt es, Kontrollieren, Riechen, Schmecken, Messen und Dokumentieren.
Wenn die Gärung abgeschlossen ist, setzt sich die Hefe am Boden des Gärfasses ab. Jetzt kann der junge Met abgezogen werden und in den Glasballon umgefüllt werden. Bitte nicht voreilig abfüllen. Ein zu früh abgefüllter Met kann später durch wieder einsetzende Gärung zu großen Problemen führen. Wenn in abgefüllten Flaschen noch vergärbarer Zucker vorhanden ist, können Flaschen platzen und zu Verletzungen führen.
Wenn die aktive Gärung beendet ist, ist der Met noch lange nicht fertig. Nun kommt eine weitere Zutat ins Spiel: Geduld. Der Reifeprozess kann je nach Rezeptur, Alkoholgehalt, verwendeter Hefe und dem persönlichen Geschmack mehrere Wochen, Monate oder manchmal auch ein Jahr dauern.
Wenn der Met fertig ist, wird er in Flaschen abgefüllt. Auch hier ist Hygiene selbstverständlich Pflicht. Zuletzt bleibt noch die Frage „Warum soll ich mir so viel Arbeit machen, wenn Met doch für ein paar Euro im Laden zu kaufen ist?“
Industriell gefertigter Met wird kontrolliert und schnell produziert. Die schnelle Vergärung führt zu unangenehmen Fehlaromen. Diese werden mit billigem Honig ausgeglichen. Das führt zu einem übermäßig süßen Geschmack und oftmals zu Kopfschmerzen.
Selbst gemachter Met ist ein individuelles Handwerksprodukt.
Die Wahl des Honigs, der Hefe und der Gewürze verleihen dem Met seinen Charakter. Jeder Ansatz kann ein wenig anders werden. Genau das macht den Reiz aus. Wer einmal einen selbst gemachten Met getrunken hat, wird industriell produzierten Met kaum noch genießen können.
Skål und vielen Dank an Met-Max für diesen spannenden und lehrreichen Workshop!
Wir können es kaum noch erwarten. Nun sind es nur noch wenige Tage und der 9. Bovelmarkt wird in Bassum an der Freudenburg eröffnet.
Alle Infos zu Eintrittspreisen, Sponsoren, Künstlern, Speys & Trank, Händlern, Handwerk, Lagergruppen und dem fantastischen Programm findet ihr hier.
Kommet herbei, ihr Männer und Frauen, Familien, Kinder und Freunde! Jedermann sei willkommen, an diesem Tage in guter Gemeinschaft zu verweilen, zu schmausen und sich die Zeit mit allerlei Kurzweil zu vertreiben.
Die wackeren Recken und edlen Frauen der Bovelzumft werden den Grill entfachen und köstliche Bratwurst und vorzügliche Nackensteaks grillen, auf dass kein Gast hungrig von dannen ziehe. Die Taverne wird die durstigen Kehlen mit erfrischenden Getränken verwöhnen.
Für Freunde süßer Genüsse wird ein gar feiner Crêpes-Stand seine Köstlichkeiten feilbieten und allerlei Schlemmerei bereithalten.
Doch damit nicht genug!
Bogenschießen für Groß und Klein fordert Geschick und ruhige Hand.
Armbrustschießen für die jungen Gäste lädt zu spannenden Wettstreiten ein.
Riesige Bauklötze stehen bereit, damit kleine und große Baumeister ihre Werke erschaffen mögen.
Wasserspiele sorgen für Freude und Erfrischung an einem sonnigen Tage.
Und noch so manch weitere Kurzweil und Überraschung erwartet euch auf dem Festplatze.
So kommet zahlreich, verweilet bei Speis, Trank und froher Unterhaltung, trefft Nachbarn und Freunde und genießet einen Tag voller Freude und Geselligkeit.
De Bovelzumft und der COMBI Verbrauchermarkt zu Barnstorf heißen euch von Herzen willkommen!
Wir sehen uns am 20. Juni 2026 vor den Toren des COMBI-Marktes zu Barnstorf.
Das zauberhafte Burgfräulein Isabella von Drachenfels und der liebenswerte Templer I. de Molay präsentieren die Bovel-Nachrichten.
Brandheiße News aus der Region treffen auf Mitteilungen aus fernen Ländern. Wir erfahren, warum Burgunderwein nicht zu empfehlen ist. Es gibt selbstverständlich kleine Sticheleien gegen Wikinger, Informationen über die Gräfin Helena von Lupfenstühlingen, sowie Werbung und natürlich das Wetter. Alles Wichtige wird hier mit Herz, Charme und einem Augenzwinkern berichtet.
Das Nostalgiemuseum in Okel ist bekannt für seine liebevoll gestaltete Ausstellung. Neben der Geschichte Okels sind hier eine BMW Isetta, ein Citroën C6F Baujahr 1928, eine Suzuki mit Wankel-Motor sowie zahlreiche Exponate rund um Fernsehen, Funk, Schallplatten und Kino zu sehen – und noch vieles mehr.
Traditionell findet an Himmelfahrt rund um das Museum der Oldtimer-Frühschoppen statt. Wegen des wechselhaften Wetters kamen nur wenige Oldtimerfreunde mit ihren Fahrzeugen. Dennoch war das Museum gut besucht. Bestens versorgt mit Bratwurst, Kartoffelfeuersuppe, Kaltgetränken sowie Kaffee und Kuchen, genossen die Besucher einen schönen Tag.
In der Klönstuuv spielten die Bovelmusiküsse auf. Charmant moderiert von Käte der Sackpfeiferin, begeisterten sie das Publikum. Ein musikalischer Höhepunkt war „Totus Bovelo – Das Bovelmarktlied“. Der eigens für den Bovelmarkt geschriebene Text lud zum Mitsingen ein. An dieser Stelle sei allen Bovelern empfohlen, den Refrain einzuüben, um Ende Juli die Bovelmusiküsse lauthals unterstützen zu können.
Oh, oh, das ist bärenstark! Zur Freudenburg nach Bassum kommt ein jeder, wie er mag – lasst uns alle feiern, auf zum Bovelmarkt!
Den kompletten Text zum Mitsingen findet ihr hier.
Eines vorab: Ein riesengroßer Dank geht an unsere Baumeister und die vielen Helfer. Durch das Errichten von Wänden, das Graben von Kanälen sowie die Installation von Toilette und Waschbecken haben sie dieses komfortable Lagern überhaupt erst möglich gemacht – Jubel!
Erstmalig traf sich eine Schar Boveler, um über das lange Wochenende rund um den 1. Mai auf der Wiese am Bovellager in Wedehorn zu lagern. Insgesamt 13 Zelte gruppierten sich um einen zentralen, mit einem Tarp überdachten Platz. Hier wurde gemeinsam gegessen, getrunken und viel gelacht.
Es gab die Möglichkeit, sich im Schmieden und Bogenschießen auszuprobieren, und auch der Lederer war vor Ort, um seine Kunst zu präsentieren. Allerdings konnte das Angebot nur eingeschränkt genutzt werden, denn traditionell wird am 1. Mai der Kinotrailer für den kommenden Bovelmarkt gedreht.
Der Dreh war erneut spannend und aufregend. Zahlreiche Boveler beteiligten sich mit schauspielerischem Einsatz oder als Statisten. Zur Story wird natürlich noch nichts verraten. Nur so viel: Vielleicht taucht ein fliegender Fisch auf.
Bei der öffentlichen Probe der Musiküsse stellte die Scheune zudem ihre erstaunlich gute Akustik unter Beweis.
Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und trug maßgeblich zur hervorragenden Stimmung und einem rundum gelungenen Lagern bei. Künftig wird man die Vorstellung der Sparten und den Trailerdreh vermutlich voneinander trennen. Abgesehen davon lässt sich von einem perfekten Wochenende sprechen.
Schon jetzt steht fest: Es wird eine Wiederholung geben. Außerdem gibt es bereits Ideen für weitere Veranstaltungen auf dem Gelände in Wedehorn. Etwa den „Markt der Möglichkeiten“, gemeinsame Abende am Feuer oder vielleicht sogar einen Tag der offenen Tür.
Am vergangenen Wochenende fand ein Workshop statt, der die Kunst des Bogenbaus lebendig werden ließ. Unter der Anleitung unseres geschätzten William of Stoneham, eines Meisters seines Handwerks, durften die Teilnehmer in zwei Tagen ihren eigenen Bogen erschaffen.
Es begann mit dem Zuschnitt des Materials. Jedes Stück Rattan (auch bekannt als Manau) wurde individuell der Körpergröße des jeweiligen Schützen angepasst. Als nächstes wurde die Form des Bogens präzise angezeichnet und mit Japansäge, Ziehhobel, Zieheisen und Feilen ausgearbeitet. So wurde der Rohling mit viel Handarbeit in die Form eines Langbogens gebracht.
Die Arbeit war nicht nur eine Frage von Handwerkskunst, sondern auch der Geduld. Das Hobeln und Schleifen der Oberflächen, das Ausarbeiten des Griffstücks und der Kerben für die Sehne erforderten sowohl Augenmaß als auch Geschick. Unter den Augen von William nahmen die Bogen nach und nach ihre Form an.
Beim Tillern wird die Symmetrie des Bogens und das Zuggewicht geprüft, welches zur Kraft des Bogenschützens passen muss. Nach letzten Korrekturen erhält jeder Bogen zum Abschluss eine sorgfältige Behandlung mit Leinöl oder einer farbigen Beize. Ein Griffstück aus Leder sowie eine in Wunschfarben gedrehte Sehne vollenden das Werk.
Am Ende des zweiten Tages konnte jeder Teilnehmer stolz seinen selbst gefertigten Bogen in den Händen halten. Der Workshop hat allen viel Freude bereitet und die Vorfreude auf die regelmäßigen Bogenschießtreffen ist groß.
Ein großer Dank geht an William of Stoneham für seine Geduld, sein Wissen und seine Anleitung. Ein besonderer Dank gilt Carolin. Sie hat die Handwerker perfekt mit Speis und Trank versorgt.
Am siebten Tage des Lenzmonats im Jahre 2026 versammelten sich die Mitglieder der Bovelzumft zu ihrer alljährlichen Neujahrsfeier. Zahlreiche Boveler in festlicher Gewandung fanden sich in Koems Saal im malerischen Harpstedt ein.
Die Feier wurde von der Birsina Aett ausgerichtet, und sowohl die Bühne als auch der Saal waren liebevoll dekoriert. Nach einer kurzweiligen Ansprache unseres Voigtes, Honigbart Funkenschläger, begannen die Feierlichkeiten mit einem Räucherritual. Umrahmt von Nordmännern und Nordfrauen, die Schilde trugen, und begleitet von Trommeln und Rasseln, wurde der gesamte Saal von zwei Schamaninnen mit Salbei abgeräuchert.
Nach diesem eindrucksvollen Ritual ging es zum gemütlichen Teil des Abends über. Das berühmte Bovelbuffet wurde eröffnet, und es wurde nach Herzenslust gespeist. Auch der ein oder andere Krug Met, Bier und Wein fand seinen Weg in die durstigen Kehlen.
Für musikalische Begleitung sorgte Johann von Freileben, der zum Mitsingen und Tanzen einlud. Besonders beliebt war der Nagelklotz, an dem mit der Klingenseite einer Axt Nägel eingeschlagen werden mussten. Eine Herausforderung, die sich als schwieriger herausstellte, als so mancher dachte. Auch das eigens aufgebaute, mobile Fotostudio war ein Highlight des Abends, an dem sich die Gäste in ihrer prächtigen Gewandung ablichten lassen konnten, sei es einzeln, paarweise oder in illustren Grüppchen.
Ein rundum gelungener Abend, der voller Freude, Lachen und Harmonie war.
Der Bovelmarkt ist vorübergezogen wie ein bunter Tross aus Klang, Rauch und fröhlichem Treiben – doch die Erinnerungen leben fort.
Soeben wurde das famose Aftermovie in das unsichtbare Netz der Kunde geladen. Dort erwacht noch einmal das bunte Gewimmel, das Klirren der Schwerter und der Duft von Feuer und Gewürzen. Schauet und schwelget in wunderbaren Erinnerungen.
Doch wahrlich: Nach dem Markt ist vor dem Markt! Merket euch wohl den Termin:
Der nächste Bovelmarkt findet statt vom 24. Tage des Heumonates Juli bis zum 26. Tage desselben im Jahre 2026.