Category Archives: Bovelfeuer

Bovelmarkt 2019 Resümee

Da freut man sich ein ganzes Jahr lang auf den Bovelmarkt und wusch ist er schon wieder vorbei. Nicht umsonst heißt es wohl, Vorfreude ist die schönste Freude. Und die war wirklich groß, nicht zuletzt, weil es eine gravierende und positive Änderung beim Gesamtkonzept des Bovelmarktes gab. Während Diego Funkenflug alles mögliche in Bewegung setzte, um den Bovelmarkt einen Tag länger zu machen (immerhin war Jahr des Gauklers), bereiteten sich die sonst vor allem durch Saufgelage auffallenden Stadtwachen seelisch und ein wenig auch körperlich auf eine Extraaufgabe vor. Es sollte gelingen. Und so begab es sich, dass auch am Freitag bereits Markt gehalten wurde.

Schaukampfgruppe Utholm – Gefahr ist ihr zweiter Vorname. Von allen!

Freitag: Im Namen der Schandmäuler

Schandmaul heizte trotz der Wüstentemperaturen noch mehr ein. Es war also doppelt heiß.

Bereits am Donnerstag, im Norden auch als Thorstag bekannt, begannen alle Lager und Händler damit, ihre Zelte aufzubauen und Wagen vorzufahren. Der Aufbauwahn sollte bis zum Freitag-Nachmittag andauern. Immerhin nicht umsonst, denn es wurde hoher Besuch erwartet. Mit einer modernen Kutsche, groß, wie ein Schiff und merkwürdigerweise fahrtüchtig ohne Pferde oder Ochsen voran, reisten sechs namhafte Trobadore, die sich selbst den Namen Schandmaul gaben, an. Und so hörten tausende den Ruf des Diego Funkenflug, der sich unter tosendem Jubel auf die Bühne begab, um eine Lobeshymne auf sich selbst und natürlich die Künstler zu singen. So betraten am Abend zunächst Waldkauz und anschließen Schandmaul die Festlichkeiten, um das Publikum mit Gesang, Licht und Musik zu verzaubern. Ein wahrlich großartiger Abend.

Samstag: Die Pest macht sich breit

Zum Glück befreite der Pestdoktor mit seinen Gehilfen den markt von den Kranken widerlich!

Naja und wie das eben so ist, wenn viele Menschen auf Hauf sind, so ist die Ratte, die Plage und somit auch die Pest nicht weit. Der Samstag begann zunächst mit heiterem Sonnenschein, der sich zu einer backofenartigen Sonnenbrennen entwickelte. Bei gut 35 Grad ohne Wolken und Regen brauch man sich nicht zu wundern, dass sich Krankheitskeime ausbreiten und man vermehrt aus Ecken und Winkeln des Marktes ein Husten und Keuchen hörte. Verloren glaubten sich schon viele und beklagten ihre Angst bei Bovelvoigt. Dieser winkte aber ab, war er doch gerade damit beschäftigt sein Amt gegen neun andere Widersacher bei der Bovelvoigt-Wahl zu verteidigen. Immerhin hieß es, all seine Sinne beisammen zu haben, beim Eierlauf, Turmbau, Buchstabieren, Dreschbalken, Hochwerfen und zu guter Letzt auf dem Klötzchen stehen. Diego versagte auf ganzer Linie und musste sich einem Widersacher aus den eigenen Reihen geschlagen geben: Faxe Funkenflug – noch ein Jahr des Gauklers. Was solls! Die Stimmen im Volke wurden lauter auf Grund der Pestkranken. Und so verfügte Diego in seiner letzten Amtshandlung, den Pestdoktor auf den Plan zu rufen. Dieser trieb mit Hilfe von gar merkwürdigen Gestalten und Monstrositäten, wie Sekelettmännern und Gefallenenen Engeln, die Kranken zusammen, um sie vom Markte zu schaffen und die Sicherheit wieder herzustellen. Voller Freude spielten die Musica Waldkauz und Die Vertriebenen wieder auf, erfreuten das Volk und führten sie in einen atemberaubenden und angenehmen Abend mit dem gefährlichen Bovelfeuer. Bisweilen munkelt man, was tatsächlich im Feuerhammer brannte, waren es die Gebeine der Pestkranken – immerhin schwang Diego den Hammer höchstselbst oder doch nur Pech? Wie wissen es nicht.

Sonntag: Faxe wird Voigt

Der neue Bovelvoigt Faxe Funkenflug wird vereidigt – das zweite Jahr des Gauklers.

Nach einer weiteren durchzechten Nacht im Bovellager fiel es der Zumft sichtlich schwer, sich am morgen aufzurappeln. Doch es sollte gelingen und die Gruppe der Zwergenwiese brachte die Wasserbahn, die Spiele und die Basteleien wieder in Schuss. So begab es sich, dass Besucher am Sonntag in Ruhe vor den Wespen an der Taverne „Zum Flinken Fert“ flüchten konnte, während ihre Kinder beschäftigt waren. Aber nicht nur das, Diego , in seinen letzten Atemzügen als Voigt wurde von den Schwertkämpfern auf dem Kampfplatz bloßgestellt, so dass ihm nur die Flucht nach vorne blieb. Vor zur Bühne, wo bereits der Bürgermeister zu Bassum auf ihn wartete, um seiner Amtshandlung nachzukommen. So plauderte er erst aus dem Nähkästchen, um anschließend die Insignien an Faxe weiterzureichen. Das Volk tobte vor Jubel, erhofften sie sich doch nach einem Jahr, die albernen Gauklerglöckchen ablegen zu können. Doch weit gefehlt, denn Faxe Funkenflug beliebte es ebenfalls die Glöckchen beizubehalten und das Volk … verstummte. Und doch hofft man er wird sich noch eines besseren besinnen. Wir werden es sehen – im zweiten Jahr des Gauklers. Die Gäste bedankten sich und ebenso die gesamte Zumft, während der Markt gemeinsam am Abend geschlossen wurde. Doch wie heißt es so schön: Nach dem Markt ist vor dem Markt – und so beginnen bereits die ersten Vorbereitungen für den Bovelmarkt 2020.

Weitere Eindrück vom vergangenen Bovelmarkt haben die Seelenfänger eingefangen. Diese Bilder findet ihr in der Bildergalerie oder hier:

Bleibt nicht mehr viel zu sagen, außer ein großes Dankeschön an alle Beteiligten:

  • De Bovelzumft – Gelebtes Mittelalter e.V.
  • Boveltenzeler
  • Bovelfeuer
  • Die Marktvagabunden
  • Bassum Open Air (Oliver Launer)
  • Schandmaul
  • Waldkauz
  • Die Vertriebenen
  • Robert Blake
  • Schule für mittelalterlichen Schwertschaukampf
  • Schaukampflager Utholm
  • Stadt Bassum
  • VHS Diepholz
  • THW Bassum: Jugendgruppe
  • Kultur- und Heimatverein Bassum
  • Tom The Dragon
  • Gefallener Engel Abbadon
  • Schwarzer Wikinger Olaf
  • Heribert
  • Kerstin Henneken
  • Wolfgang Defort
  • allen Ausstellern
  • allen Handwerkern
  • allen Händlern
  • allen Heerlagern
  • allen Ausrufern
  • und natürlich allen Gästen!

Bovelmarkt: Schandmaulkonzert

Nun ist es soweit, und die Schandmäuler sind auf dem Weg nach Bassum, um dem Ruf des Bovelvoigtes Diego Funkenflug nachzukommen. Damit alle Besucher wissen, wie es bezüglich der Stundengläser aussieht, hier ein kurzer Ausblick auf den Konzertabend:

19:00 Uhr: Einlass auf das Konzertgelände
20:00 Uhr: Vorband: Waldkauz beginnt
20:45 Uhr: Das Bovelfeuer heizt ein
20:55 Uhr: Der Bovelvoigt Diego Funkenflug verkündet den Konzertbeginn
21:00 Uhr: Hauptact: Schandmaul beginnt
23:00 Uhr: Das Konzert ist zuende und alle sind glücklich

Nach dem Einlass können die Besucher auf dem Bovelmarkt umhergehen. Es werden alle Versorger-Stände, wie Tavernen und Fressereyen geöffnet haben. Die wildestes von ihnen soll aber die Taverne „Zum Flinken Fert“ im Volksmund auch das „Doppelf“ genannt, sein. Kehrt also ein und saufet und feiert!

Gehabt euch wohl und habt Spaß.
So will es Diego Funkenflug, Bovelvoigt zu Bassum

Bovelmarkt 2019 – Die Einladung

Danielus Kroegus, seines Zeichens Legionär stellt fest, dass seine Dienstzeit längst vorüber ist. Eigentlich wollte ihn ein Kriegsherr namens Varus ablösen, um die Terra Incognita weiter gegen diese barbarischen Germanen zu halten. Doch aus unerfindlichen Gründen, tauchte er nie auf. Also macht Danielus sich eigenständig auf den Weg nach Hause. Doch … wo geht’s lang? Danielus fragt sich durch und stellt als bald fest, dass irgendetwas nicht zu stimmen scheint. Die Menschen sehen merkwürdig aus und kennen auch den Weg nach Rom nicht. Stattdessen landet er schließlich beim Bovelvoigt zu Bassum. Dieser kennt den Weg in die Papststadt und lädt den Römer gleichzeitig noch auf den diesjährigen Bovelmarkt, der gemeinhin als Markt der Gaukler bekannt sein soll, ein.

Der Bovelmarkt 2019 findet, wie jedes Jahr, zum Fuße der Freudenburg statt. Er wird am 26. Juli durch Schandmaul eröffnet und findet seinen Höhepunkt am 28. Juli durch die Vereidigung des neuen Bovelvoigtes.

Schandmaul auf dem Bovelmarkt 2019

Großartige Neuigkeiten erhellen das Land, wie ein Leuchtfeuer!

Der Termin für den kommenden Bovelmarkt im Jahre 2019 ist festgesetzt. Er wird, wie gewohnt am letzten Wochenende im Juli stattfinden. Daraus ergeben sich die Tage: Freitag, der 26.07, Samstag, der 27.07 und Sonntag, der 28.07.

Ja, ihr habt richtig gelesen, auch am Freitag wird im kommenden Jahr der Bovelmarkt geöffnet haben. Um genau zu sein, am Freitagabend. Denn im Jahre des Gauklers eröffnet der Bovelvoigt seinen Markt mit einem ereignisreichen Eröffnungskonzert. Dabei spielen keine geringeren Musica, als Schandmaul! (Dank der Zusammenarbeit mit dem Bassum-Open-Air)

Ja, ihr habt richtig gelesen! Am 26.07. wird Schandmaul am Fuße der Freundenburg zu Bassum spielen und auf Ihrer Artus Tour 2019 das Volk beglücken. Für dieses Konzert gibt es ein separates Ticketing. Der Vorverkauf ist bereits gestartet und findet über folgende Läden statt:

  • Eventim
  • Nordwest-Ticket
  • Papier & Tinte in der Bahnhofstraße, Bassum
  • Gabi’s Kosmetik und Fußpflege in der Hauptstraße 39, Syke

Darüber hinaus steht das Line-Up für die anderen beiden Markttage:

Mit Waldkauz und den Vertriebenen dürfen wir wieder unter lauten Fanfarenklängen zwei bekannte und absolut hervorragende Bands auf dem Bovelmarkt begrüßen.

Außerdem findet sich auch wieder die atemberaubende Schule für Mittelalterlichen Schwertschaukampf auf dem Kampfplatz ein. Das Bovelfeuer debütierte im Jahre 2018 mit einer fulminanten Feuershow – im kommenden Jahr werden sie auch wieder auf der Bühne stehen und die Nacht des Samstags erhellen.

Weitere Künstler werden noch folgen und wir sind gespannt, was die kommenden Wochen und Monate noch mit sich bringen werden. Und wer weiß, vielleicht wird ja sogar das Katapult mal fertig …

Bovelmarkt 2018 Resümee

Das großartige und nie die Hand vor den Mund nehmende Duivelspack – (c) De Bovelzumft – Gelebtes Mittelalter e.V.

Leider, leider ist er schon wieder vorüber, der Bovelmarkt 2018. Doch wir wollen einen kurzen Rückblick wagen und die tollsten und schönsten Ereignisse nicht unerwähnt lassen. Wenn gleich uns die Sonne dieses Jahr auch etwas mehr plagte, als die letzten Jahre und allen Zümftern, Händlern und Gästen bei teilweise 34 Grad den Schweiß auf die Stirn trieb, wollen wir uns nicht beklagen. Denn wie heißt es so schön: Das Wetter ist einem ja nie recht. Entweder ist’s zu nass oder zu warm oder irgendwas blödes dazwischen. So genossen wir also die gelbe Scheibe und den blauen Himmel und verdingten unseren Durst an der Taverne. Den Auftakt am Samstag-Mittag machten Die Vertriebenen und heizten (oder kühlten) die Stimmung gleich zu Beginn ein, während der Bovelvoigt Kjartan mit seinem Gefolge die ersten Besucher willkommen hieß. Doch fest saß der alte Bovelvoigt da schon nicht mehr im Throne, denn während er mit seiner Stadtwache gute Laune mimte, bereiteten sich bereits 7 Kontrahenten vor, ihm das Zepter zu entreißen. Zuvor vereinnahmte das Duivelspack die Bühne und zog den Markt in ihren lyrischen Bann. Mit flinker Zunge und frechem Grinsen verkündeten sie ihre Balladen. Auch Immernochfrank der Gaukler wusste hier schon die Zuschauer für sich zu begeistern – vor allem sein loses Mundwerk wird vielen in den Ohren bleiben.

Zusammenarbeit zwischen SSK und dem Bovelfeuer: Die fulminante Show am Abend – (c) De Bovelzumft – Gelebtes Mittelalter e.V.

Doch bei Weitem war er nicht der Einzige mit losem Mundwerk, denn als die Uhre 3 schlug, stürmten die Herausforderer von Kjartan die Bühne, um sich den Aufgaben zu stellen, die es zu meistern galt, um selbst Voigt zu werden. Kjartan zog es vor, seine Stadtgarde ins Rennen zu schicken und so musste Hagen alle Aufgaben übernehmen: Dreschbalken, Malen, Pfannkuchenwenden, Seilziehen. Beim Wettsaufen jedoch, ließ sich Kjartan nicht ersetzen. Diese Disziplin wollte er mit Leib und Seele selbst hinter sich bringen. Nach sehr anstrengenden Augenblicken und wilden Aufgabenraufereien, blieben (und das ist ein Novum) 3 Kontrahenten übrig: Mariska, Kori und Diego Funkenflug. Ihre Aufgabe war es nun, ein Sandsäckchen auf eine 3 Meter hohe Stange zu befördern. Leider waren sie alle nicht besonders geschickt und so war der Vorstand gezwungen, die Entscheidung anderweitig herbeizuführen, nämlich durch das Volk höchstselbst! Die Lautstärke der Jubelrufe führte nun endgültig zum Ergebnis und Diego Funkenflug vertrieb Kjartan aus seinem Amte. Während da nun der neue Voigt gewählt, machte sich Unmut breit, denn eine wilde SSK Söldnerschaft verkündete von Üblem auf dem Kampfplatz. Unser treu, war die Stadtwache mit Tjelvar und Carl von Stolzenau zu Gegend und konnte mit ein paar Scharmützeln, die Söldner wieder loswerden. Den fulminanten Abschluss bildete das Bovelfeuer mit einer atemberaubenden Show: Feuerlanzen, POIs, brennende Stäbe, Feuerseilspringen und der Kampf mit brennenden Schwertern. Fantastisch!

 

Der Sonntag stand im Namen der Familien

Alter Voigt und neuer: Kjartan links und Diego rechts – (c) De Bovelzumft – Gelebtes Mittelalter e.V.

Während sich am Samstag bereits viel Erwachsenes Volk tummelte, führte eben dieses am Sonntag die noch-nicht-ganz-Erwachsenen, auch Kinder genannt, zum Markte. Die hatten alle Hände voll zutun auf der Zwergenwiese. Beim Kampf gegen der Roland, bei der SSK-Kinderschlacht, auf dem Karussell und natürlich beim Drachenschießen mit der Armbrust ging es heiß her. Und auch die Schmiede um Georg Eichenschmied und Gisa hatten sich wieder auf Kinder eingestellt und boten Einblicke in das alte Handwerk. Niemals wollen wir natürlich den Dreschbalken vergessen, der sich bei den kleinen und großen Erwachsenen enormer Beliebtheit erfreute. Warum die Leut jedoch so erpicht darauf sind, ins Stroh zu fallen, erschließt sich mir bis heute nicht. Sei es drum. Dieses Jahr war nun das erste Mal der Bovel-Bogenbauer dabei und zeigte das Handwerk des Bogenbaus hautnah. Außerdem boten die Boveltenzeler an beiden Tagen wieder eine tolle Vorstellung mit zahlreichen Tänzen und guter Laune. Was es bedeutet, Kreistänze zu tanzen, konnten die Besucher bei einer Ausporbierstunde unter den Augen und Anweisungen von Wilhelmina selbst erfahren. Gar nicht so einfach!
Auf die Minute genau einen Tag, nachdem Diego Funkenflug sich gegen alle anderen Kontrahenten durchsetzte, erschien der Bürgermeister der Stadt Bassum, Christian Porsch, um Diego in sein Amt zu hieven. Zepter und Mantel wurden übergeben und ermahnende Worte, es seinen Vorgängern gleich zutun und ein guter Bovelvoigt zu werden.
Und wie es sich für eben diesen Diego Funkenflug geziemt, ergriff er das Wort und rief das Jahr des Gauklers aus. Was auch immer dies bedeutet, werden wir wohl noch sehen. Man trug mir zu Ohren, dass die Stadtwache fortan mit Gauklerglöckchen ausgestattet sein soll. Und so verwundert es nicht, dass diejenigen, die den Wegezoll kassierten bereits unter dem Bann des Gauklers standen. So gelang es Ihnen, ganze 800 Stempel den Gästen anstatt auf die Hand, auf die Stirn oder einem anderen Körperteil, der normalerweise unter Hose und Rock versteckt, zu geben. Wohin soll das noch führen? Doch ein Lichtblick bleibt, in diesem Jahre war das Lager Utholm anwesend. Kräftige Recken mit Schildern und Schwertern. Neben der Truppe des SSK zeigten sie den Schildwall und wie man sich ordentlich auf die Omme gibt. Hoffen wir, dass der Voigt dies zu würdigen weiß und die Stadtgarde verschont. Zu guter Letzt soll das neue Bovellager nicht unerwähnt bleiben, denn während das Duivelspack, die Vertriebenen, Immernochfrank der Gaukler und die Tribe Black Pearls die Bühne unsicher machten, waren auf der Thingstätte zahlreiche Zelte aufgeschlagen und zeugten von einem Ruhepol. Ein solch schönes Lager, rings um diese historische Städte sucht Seinesgleichen und so ist es nicht verwunderlich, dass auch in den zukünftigen Jahren geplant ist, das Bovellager dort aufzuschlagen.
Zum Schluss bleibt noch sehr viel zu sagen und vieles zu erwähnen, doch ich verliere mich in den Worten. Es war ein wundervoller, wenn auch sehr heißer Markt. Die Bovelzumft ist ob der tausenden Gäste, die dem Aufruf des Bovelvoigtes gefolgt waren höchst angetan und freut sich auch im nächsten Jahr wieder die Pforten des Bovelmarktes zu öffnen.

 

Wer mehr Eindrücke vom Bovelmarkt sehen möchte, kann sich zum einen durch die Bildergalerie klicken oder dieses tolle Video ansehen, dass auch mit der Trobadore Musik des Bovelmarktes hinterlegt ist:

 

Ein großes Dankeschön geht an folgende Helfer, ohne die diese tolle Veranstaltung so nicht möglich wäre:

  • De Bovelzumft – Gelebtes Mittelalter e.V.
  • die Marktvagabunden
  • Duivelspack
  • Die Vertriebenen
  • Immernochfrank der Gaukler
  • Tribe Black Pearls
  • die Schule für mittelalterlichen Schwertschaukampf (SSK)
  • das Schaukampflager Utholm
  • die Stadt Bassum
  • die VHS Diepholz
  • THW Bassum: Jugendgruppe
  • Deutsches Rotes Kreuz
  • den Kultur- und Heimatverein Bassum
  • Tom the Dragon
  • Uwe Taechl
  • allen Ausstellern
  • allen Heerlagern
  • allen Handwerkern
  • und natürlich allen Gästen!

 

Auf bald!

Bovelmarkt 2018 – Das Programm

Nun ist es bald soweit. Nur noch zwei der Nächte, ehe die wilden Feierlichkeiten beginnen.
Damit sich ein jeder bestens einstellen kann, veröffentlicht der Bovelvoigt Kjartan nun heute das offizielle Programm der Bühnen – auf das das Volk es gut heißen möge!

Programm Samstag:



 

Programm Sonntag:



Mittelalterliches Treiben auf dem WinterWunderWald in Sulingen

Am 16. Tag des Dezembers folgten der Bovelvogt und seine Zümftler der Einladung, den WinterWunderWald zu Sulingen zu besuchen, um den 3. Advent mittelalterlich einzuläuten. Trotz Regen und Kälte wurde unermüdlich geschmiedet, getanzt, gesungen und den Besuchern mit heißem Gewürzwein an der Taverne zum Flinken Fert und dem Bovelfeuer eingeheizt. Große Recken konnten sich im Bogenschießen versuchen, kleine Stockbrot über dem Feuer backen. Noch lange nach Einbruch der Dunkelheit währte das muntere Treiben!

Möge Weihnachten mindestens genauso fröhlich werden!

P.S:
Weitere Bilder finden sich hier!

Mittelalterlicher Advent

Gemütliche Weihnachtszeit – (c) De Bovelzumft – Gelebtes Mittelalter e.V.

Am 1. und 3. Advent erstrahlt die Vorweihnachtszeit in mittelalterlichem Glanz!
Am 02. und 03.12.17 finden sich die Maiden und Recken der Bovelzumft an der Stiftskirche auf dem Weihnachtsmarkt zu Bassum ein, um Euch die kurzen, kalten Tage mit Feuerspuckerey zu erhellen und heißem Met zu erwärmen.

Nicht lange vor der heiligen Nacht, am 16.12.17, dürfen wir Euch dann im WinterWunderWald in Sulingen nicht nur mit Speis, Trank und Funken, sondern sogar mit Schmieden, mittelalterlichen Tänzen, Bogenschießen und vielerlei mehr erfreuen.
Kommt, um mit uns der besinnlichen Zeit einen besonderen Hauch zu verleihen!

Ein bisschen Mittelalter auf dem Tag der Regionen

Spaß hatten sie alle – ob Groß oder Klein – auf dem Tag der Regionen zu Bassum – (c) De Bovelzumft – Gelebtes Mittelalter e.V.

Etliche Maiden und Recken machten sich am 24. September im Jahre des Herren 2017 auf, dem Tag der Regionen an der Freudenburg Bassum ein mittelalterlich Gesicht zu verleihen. So sorgte denn die Bovelzumft unter Geleit ihres Vogtes Kjartan für Speis, Trank und allerlei Spektakel: So mancher Krieger hatte sein prunkvollstes Gewand angelegt, zarten Jungfern, holden Maiden und sogar – schenkt man Fama Glauben – kühnen Recken wurde das Haar zu lieblichen Zöpfen gewunden. Nach der Mittagsstunde trotzten De Boveltenzeler dem glitschigen Grund und luden das Publikum zum Tanz, auf dass der zuvor getätigten Völlerei der Kampf angesagt werde. Als dann am späten Nachmittag Nieselregen und beginnende Dämmerung den Besuchern den Tag zu verleiden suchten, sorgten Hagen, Konrad und Diego mit spektakulärer Feuerkunst für Wärme und Licht, bevor die Freudenburg wieder ins 21. Jahrhundert zurückkehren durfte.

Die Bildergalerie findet ihr hier.

Bovelmarkt 2017 Resümee

Stadtgarde und Kinder beim Tanz zu feiner Musik auf dem Bovelmarkt

Ein fulminantes Spektakel ist nun schon seit zwei der Wochen vorüber: Der Bovelmarkt 2017 an der Freudenburg zu Bassum. Was haben wir gelacht, was haben wir gefeiert, was haben wir gepöbelt, gefressen, gesoffen, gekämpft, getanzt … und … ach was, fangen wir von vorn an!
Der alte Bovelvoigt, Tjelvar der Rote eröffnete den Markt am Samstag zur Mittagsstund und führte in Begleitung von einigen Stadtwachen, den Pöbel übers Gelände, machte klar dass sich ein jeder zu benehmen hatte und wünschte dann ein ausgelassenes Fest. Begleitet wurde der Zug über den Markt von den Spielmännern, genannt Heidenlärm sowie von der Gauklerin Luna Luz, doch auch andere namhafte Größen, wie der Eichenschmied, das Bovelfeuer, die Boveltenzeler u.v.m. schlossen sich dem Zug an.
Tjelvar führte den Tross zur Bühne, auf der die Spielmänner zahlreiche Stücke zum Besten gaben und der Pöbel dazu tanzte. Es sollte auch nicht lang dauern, da folgten zahlreiche Gäste von Außerhalb der Einladung und fanden sich auf dem Markt ein. Wenn gleich auch irgendwer sein Tellerchen am Vortag nicht leer gegessen hatte und der Samstag immer wieder mit Regenschauern zu kämpfen hatte, trotzdem nicht nur die Zumft, sondern auch die Gäste in zahlreichen Scharen dem Wetter. Nachdem die Sonne (die man nicht sehen konnte) den Zenit überschritten hatte und es auf den Nachmittag zuging, da rief der Bovelvoigt den Kampf um das Amt aus. Insgesamt sechs Anwärter, sägten am Stuhle des alten Voigtes, um selbst das Amt an sich zu reißen. Und … es gelang tatsächlich einem von Ihnen. Nach aufregenden und gefährlichen Aufgaben, wie Sackhüpfen, Dreschbalken und Tauziehen, setzte sich Kjartan durch und ließ alle anderen Kontrahenten hinter sich.
Am Abend dann, als weitere Trobadore, die sich Waldkauz nannten, die Spielmänner von Heidenlärm und die atemberaubende Feuershow von Luna Luz und Tom the Dragon, ihr können demonstrierten, beruhigte sich der Wettergott und ließ alle trockenen Fußes die Hände klappern und den Met saufen. Derweil hatte auch Carl von Stolzenau und seine Schwertmeister alle Hände voll zutun, um die Interessierten und Möchtegern-Knappen im Umgang mit dem Schwert vertraut zu machen. Am Abend nahm er und seine Schwertgesellin Hedda all ihren Mut zusammen und kämpften mit brennenden Schwertern in der Hand.

Sonniger Sonntag mit Grafen zu Hoya

Carl von Stolzenau verteidigt die Freudenburg gegen die Söldnerschaft

Der Sonntag begann mit einer lachenden Sonnenscheibe am blauen Himmelsfirmament. Frohen Mutes und etwas gerädert, von der durchzechten Nacht rappelten sich der Pöbel wieder auf, bestückte erneut die Taverne, die Schmiede, die Seifnerey, den Kampfplatz und die Zwergenwiese … achja und die Schneiderweiber nicht zu vergessen, die sich mühten, ihren Verkaufswagen durch den Dreck zu ziehen (lassen). Schon kurz nach Markteröffnung, ströhmten die Menschen aus den unterschiedlichsten Orten zum Bovelmarkt, um die Vereidigung von Kjartan durch den Dorfbüttel der Stadt Bassum, Christian Porsch erleben zu dürfen. Sie kamen von nah und fern, aus großen Orten und aus kleinen Orten, aus lauten und auch aus leisen. Ein paar will ich erwähnen, weil sie einfach erwähnenswert sind. So wissen wir von Bassumern, von Bremern (dem kleinen Örtchen am großen Fluß), von Sykern, Weyhern, von Diepholzern, von Bruchhäusern, aber auch von Vilsern, von Delmenhorstern und auch von Verdern. Aber, und das sei besonders erwähnt, es fanden sich auch Gäste von sehr fern, deren Sprache wir kaum verstanden haben. So nannten sie ihr Örtchen, Madrid, dass da im goldenen Spanien liegt. Doch sehr mysteriös wurde es bei Zweien, die da behaupteten, sie würde von hinter den Ozeanen stammen, eben da, wo das Wasser von der Erdscheibe fiel (so ein Unsinn!). Sie benannten das Land als Amerika und den Ort aus dem sie stammten Texas. Ihre Sprache zumindest klang sehr merkwürdig. Doch sei es drum, wichtig war ja nur, dass sie der Einladung des Bovelvoigtes nachkamen und offensichtlich hatte sich diese bis in alle Winkel der Welt herumgesprochen.

Luna Luz bei ihrer atemberaubenden Feuershow auf dem Bovelmarkt

Ich vernahm gegen Nachmittag, dass die ansässigen Söldnertruppen das Wort gegen die Stadtgarde erhoben hatten und sich daraus ein handfester Streit entwickelte. Und so war es auch, geleitet von Schwertgeklimper und lauten Brüllen, fand ich den Weg zu ihnen und was soll ich sagen: Mit Eisen und Muskelkraft fochten sie ihren Streit aus. Gott sei dank, konnte die Stadtgarde den Zwist für sich entscheiden und die Söldner anschließend mit Teer bestreichen und mit Federn bekleben, auf das ihnen dies eine Lehre sei.
Auf der Bühne zeigten erneut Waldkauz und Heidenlärm ihr können und auch auf der Zwergenwiese, neben Spiel und Spaß, fanden sich weitere Spielmänner ein, die den sonderbaren Namen Matt & Basti trugen. Sie spielten für und mit Kindern Lieder und erfreuten diese bei Tanz und Hüpferey.

Zum Schluss, will ich noch die Gauklerschaft erwähnen, neben den beiden Funkenflugs, deren alleiniges Dasein eine Lachnummer ist, fanden sich auch Fabian le Corbeau und Fenja Redfox auf dem Markte ein. Darüber hinaus begeisterte ein weiterer Gaukler, namens Cyrano Mann, Weib und Kinder. Ob mit fliegenden Bällen, Fackeln oder mit Keksen und Löffeln, der Bovelvoigt hatte die richtige Wahl getroffen, um die Gäste zu erfreuen.
Zum allerletzten Schluss, und das ist bestimmt keine Bewertung, muss gesagt sein, dass der Graf zu Hoya höchstselbst, mit seiner Gefolgschaft und dem Bischof auf dem Markt erschien. Der Hochgeborene wurde gebührend (und sogar zweimal) in Empfang genommen und eingeladen, dem Gelage beizuwohnen.

Alles in allem, ist der alte, wie auch der neue Bovelvoigt höchst zufrieden mit der Veranstaltung und hat uns armes Volk schon wieder eingepannt, den nächsten Markt vorzubereiten.

 

Wer mehr Eindrücke vom Bovelmarkt sehen möchte, kann sich zum einen durch die Bildergalerie klicken oder dieses tolle Video ansehen, dass auch mit der Trobadore Musik des Bovelmarktes hinterlegt ist:

 

Ein großes Dankeschön geht an folgende Helfern, ohne die diese tolle Veranstaltung so nicht möglich wäre:

  • Eigenlob stinkt zwar, aber natürlich an uns selbst, De Bovelzumft – Gelebtes Mittelalter e.V.
  • die Marktvagabunden
  • Waldkauz
  • Heidenlärm
  • Luna Luz Feuershow & Stelzenlauf
  • Matt & Basti Kinderlieder
  • Gaukler Cyrano
  • die Schule für mittelalterlichen Schwertschaukampf (SSK)
  • die Stadt Bassum
  • die VHS Diepholz
  • THW Bassum: Jugendgruppe
  • Deutsches Rotes Kreuz
  • den Kultur- und Heimatverein Bassum
  • Tom the Dragon
  • Fenja Redbox
  • Polarlicht GmbH
  • Meyer Straßen- & Tiefbau GmbH
  • Dirk Neujahr
  • Uwe Taechl
  • Jasper Finn
  • allen Ausstellern
  • allen Heerlagern
  • allen Handwerkern
  • und natürlich allen Gästen!

Was bleibt da noch groß zu sagen, als: Bis nächstes Jahr!

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