Category Archives: Bovelfeuer

Mittelalterlicher Advent

Gemütliche Weihnachtszeit – (c) De Bovelzumft – Gelebtes Mittelalter e.V.

Am 1. und 3. Advent erstrahlt die Vorweihnachtszeit in mittelalterlichem Glanz!
Am 02. und 03.12.17 finden sich die Maiden und Recken der Bovelzumft an der Stiftskirche auf dem Weihnachtsmarkt zu Bassum ein, um Euch die kurzen, kalten Tage mit Feuerspuckerey zu erhellen und heißem Met zu erwärmen.

Nicht lange vor der heiligen Nacht, am 16.12.17, dürfen wir Euch dann im WinterWunderWald in Sulingen nicht nur mit Speis, Trank und Funken, sondern sogar mit Schmieden, mittelalterlichen Tänzen, Bogenschießen und vielerlei mehr erfreuen.
Kommt, um mit uns der besinnlichen Zeit einen besonderen Hauch zu verleihen!

Ein bisschen Mittelalter auf dem Tag der Regionen

Spaß hatten sie alle – ob Groß oder Klein – auf dem Tag der Regionen zu Bassum – (c) De Bovelzumft – Gelebtes Mittelalter e.V.

Etliche Maiden und Recken machten sich am 24. September im Jahre des Herren 2017 auf, dem Tag der Regionen an der Freudenburg Bassum ein mittelalterlich Gesicht zu verleihen. So sorgte denn die Bovelzumft unter Geleit ihres Vogtes Kjartan für Speis, Trank und allerlei Spektakel: So mancher Krieger hatte sein prunkvollstes Gewand angelegt, zarten Jungfern, holden Maiden und sogar – schenkt man Fama Glauben – kühnen Recken wurde das Haar zu lieblichen Zöpfen gewunden. Nach der Mittagsstunde trotzten De Boveltenzeler dem glitschigen Grund und luden das Publikum zum Tanz, auf dass der zuvor getätigten Völlerei der Kampf angesagt werde. Als dann am späten Nachmittag Nieselregen und beginnende Dämmerung den Besuchern den Tag zu verleiden suchten, sorgten Hagen, Konrad und Diego mit spektakulärer Feuerkunst für Wärme und Licht, bevor die Freudenburg wieder ins 21. Jahrhundert zurückkehren durfte.

Die Bildergalerie findet ihr hier.

Bovelmarkt 2017 Resümee

Stadtgarde und Kinder beim Tanz zu feiner Musik auf dem Bovelmarkt

Ein fulminantes Spektakel ist nun schon seit zwei der Wochen vorüber: Der Bovelmarkt 2017 an der Freudenburg zu Bassum. Was haben wir gelacht, was haben wir gefeiert, was haben wir gepöbelt, gefressen, gesoffen, gekämpft, getanzt … und … ach was, fangen wir von vorn an!
Der alte Bovelvoigt, Tjelvar der Rote eröffnete den Markt am Samstag zur Mittagsstund und führte in Begleitung von einigen Stadtwachen, den Pöbel übers Gelände, machte klar dass sich ein jeder zu benehmen hatte und wünschte dann ein ausgelassenes Fest. Begleitet wurde der Zug über den Markt von den Spielmännern, genannt Heidenlärm sowie von der Gauklerin Luna Luz, doch auch andere namhafte Größen, wie der Eichenschmied, das Bovelfeuer, die Boveltenzeler u.v.m. schlossen sich dem Zug an.
Tjelvar führte den Tross zur Bühne, auf der die Spielmänner zahlreiche Stücke zum Besten gaben und der Pöbel dazu tanzte. Es sollte auch nicht lang dauern, da folgten zahlreiche Gäste von Außerhalb der Einladung und fanden sich auf dem Markt ein. Wenn gleich auch irgendwer sein Tellerchen am Vortag nicht leer gegessen hatte und der Samstag immer wieder mit Regenschauern zu kämpfen hatte, trotzdem nicht nur die Zumft, sondern auch die Gäste in zahlreichen Scharen dem Wetter. Nachdem die Sonne (die man nicht sehen konnte) den Zenit überschritten hatte und es auf den Nachmittag zuging, da rief der Bovelvoigt den Kampf um das Amt aus. Insgesamt sechs Anwärter, sägten am Stuhle des alten Voigtes, um selbst das Amt an sich zu reißen. Und … es gelang tatsächlich einem von Ihnen. Nach aufregenden und gefährlichen Aufgaben, wie Sackhüpfen, Dreschbalken und Tauziehen, setzte sich Kjartan durch und ließ alle anderen Kontrahenten hinter sich.
Am Abend dann, als weitere Trobadore, die sich Waldkauz nannten, die Spielmänner von Heidenlärm und die atemberaubende Feuershow von Luna Luz und Tom the Dragon, ihr können demonstrierten, beruhigte sich der Wettergott und ließ alle trockenen Fußes die Hände klappern und den Met saufen. Derweil hatte auch Carl von Stolzenau und seine Schwertmeister alle Hände voll zutun, um die Interessierten und Möchtegern-Knappen im Umgang mit dem Schwert vertraut zu machen. Am Abend nahm er und seine Schwertgesellin Hedda all ihren Mut zusammen und kämpften mit brennenden Schwertern in der Hand.

Sonniger Sonntag mit Grafen zu Hoya

Carl von Stolzenau verteidigt die Freudenburg gegen die Söldnerschaft

Der Sonntag begann mit einer lachenden Sonnenscheibe am blauen Himmelsfirmament. Frohen Mutes und etwas gerädert, von der durchzechten Nacht rappelten sich der Pöbel wieder auf, bestückte erneut die Taverne, die Schmiede, die Seifnerey, den Kampfplatz und die Zwergenwiese … achja und die Schneiderweiber nicht zu vergessen, die sich mühten, ihren Verkaufswagen durch den Dreck zu ziehen (lassen). Schon kurz nach Markteröffnung, ströhmten die Menschen aus den unterschiedlichsten Orten zum Bovelmarkt, um die Vereidigung von Kjartan durch den Dorfbüttel der Stadt Bassum, Christian Porsch erleben zu dürfen. Sie kamen von nah und fern, aus großen Orten und aus kleinen Orten, aus lauten und auch aus leisen. Ein paar will ich erwähnen, weil sie einfach erwähnenswert sind. So wissen wir von Bassumern, von Bremern (dem kleinen Örtchen am großen Fluß), von Sykern, Weyhern, von Diepholzern, von Bruchhäusern, aber auch von Vilsern, von Delmenhorstern und auch von Verdern. Aber, und das sei besonders erwähnt, es fanden sich auch Gäste von sehr fern, deren Sprache wir kaum verstanden haben. So nannten sie ihr Örtchen, Madrid, dass da im goldenen Spanien liegt. Doch sehr mysteriös wurde es bei Zweien, die da behaupteten, sie würde von hinter den Ozeanen stammen, eben da, wo das Wasser von der Erdscheibe fiel (so ein Unsinn!). Sie benannten das Land als Amerika und den Ort aus dem sie stammten Texas. Ihre Sprache zumindest klang sehr merkwürdig. Doch sei es drum, wichtig war ja nur, dass sie der Einladung des Bovelvoigtes nachkamen und offensichtlich hatte sich diese bis in alle Winkel der Welt herumgesprochen.

Luna Luz bei ihrer atemberaubenden Feuershow auf dem Bovelmarkt

Ich vernahm gegen Nachmittag, dass die ansässigen Söldnertruppen das Wort gegen die Stadtgarde erhoben hatten und sich daraus ein handfester Streit entwickelte. Und so war es auch, geleitet von Schwertgeklimper und lauten Brüllen, fand ich den Weg zu ihnen und was soll ich sagen: Mit Eisen und Muskelkraft fochten sie ihren Streit aus. Gott sei dank, konnte die Stadtgarde den Zwist für sich entscheiden und die Söldner anschließend mit Teer bestreichen und mit Federn bekleben, auf das ihnen dies eine Lehre sei.
Auf der Bühne zeigten erneut Waldkauz und Heidenlärm ihr können und auch auf der Zwergenwiese, neben Spiel und Spaß, fanden sich weitere Spielmänner ein, die den sonderbaren Namen Matt & Basti trugen. Sie spielten für und mit Kindern Lieder und erfreuten diese bei Tanz und Hüpferey.

Zum Schluss, will ich noch die Gauklerschaft erwähnen, neben den beiden Funkenflugs, deren alleiniges Dasein eine Lachnummer ist, fanden sich auch Fabian le Corbeau und Fenja Redfox auf dem Markte ein. Darüber hinaus begeisterte ein weiterer Gaukler, namens Cyrano Mann, Weib und Kinder. Ob mit fliegenden Bällen, Fackeln oder mit Keksen und Löffeln, der Bovelvoigt hatte die richtige Wahl getroffen, um die Gäste zu erfreuen.
Zum allerletzten Schluss, und das ist bestimmt keine Bewertung, muss gesagt sein, dass der Graf zu Hoya höchstselbst, mit seiner Gefolgschaft und dem Bischof auf dem Markt erschien. Der Hochgeborene wurde gebührend (und sogar zweimal) in Empfang genommen und eingeladen, dem Gelage beizuwohnen.

Alles in allem, ist der alte, wie auch der neue Bovelvoigt höchst zufrieden mit der Veranstaltung und hat uns armes Volk schon wieder eingepannt, den nächsten Markt vorzubereiten.

 

Wer mehr Eindrücke vom Bovelmarkt sehen möchte, kann sich zum einen durch die Bildergalerie klicken oder dieses tolle Video ansehen, dass auch mit der Trobadore Musik des Bovelmarktes hinterlegt ist:

 

Ein großes Dankeschön geht an folgende Helfern, ohne die diese tolle Veranstaltung so nicht möglich wäre:

  • Eigenlob stinkt zwar, aber natürlich an uns selbst, De Bovelzumft – Gelebtes Mittelalter e.V.
  • die Marktvagabunden
  • Waldkauz
  • Heidenlärm
  • Luna Luz Feuershow & Stelzenlauf
  • Matt & Basti Kinderlieder
  • Gaukler Cyrano
  • die Schule für mittelalterlichen Schwertschaukampf (SSK)
  • die Stadt Bassum
  • die VHS Diepholz
  • THW Bassum: Jugendgruppe
  • Deutsches Rotes Kreuz
  • den Kultur- und Heimatverein Bassum
  • Tom the Dragon
  • Fenja Redbox
  • Polarlicht GmbH
  • Meyer Straßen- & Tiefbau GmbH
  • Dirk Neujahr
  • Uwe Taechl
  • Jasper Finn
  • allen Ausstellern
  • allen Heerlagern
  • allen Handwerkern
  • und natürlich allen Gästen!

Was bleibt da noch groß zu sagen, als: Bis nächstes Jahr!

„Bald nun ist Weihnachtszeit“

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Hagen und der Kreuzritter bei eisiger Jahreszeit – (c) De Bovelzumft – Gelebtes Mittelalter e.V.

…fröhliche Zeit.

Und mit ihr einher geht auch die gemütliche Zeit der Weihnachtsmärkte, des Beisammenseins und der heißen Glühweine und Honigweine. Wie romantisch es sein kann, in Dicke Mäntel gehüllt am Feuer zu sitzen, bei einem heißen Gesöff und der ein oder anderen Pöbeley, wissen die Zümfter schon seit Jahren. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass wir mit der Tradition auch nicht brechen wollen. So begleiten wir dieses Jahr zwei regionale Weihnachtsmärkte, schenken Met, Kräuterwein und heißen Kutscherwein vom Apfel aus. Auch Beros Gerupfte Sau wird dabei sein und den hungrigen Menschen einen Anlaufpunkt zu bieten. Außerdem ist das Bovelfeuer natürlich in der dunklen Jahreszeit auch mit von der Partie, um die Märkte zu erhellen und die Leut ins Staunen zu versetzen. Die Flammen werden hoch in den Himmel leuchten und zumindest für einen Moment wohlige Wärme spenden.

 

Dieses Jahr finden sich die Zümfter der Bovelzumft auf dem Bassumer Advent am 26. und 27. Tage des Novembers an der Stiftskirche zu Bassum ein. An bekannter Stelle beziehen wir unsere Schenke und treiben allerley Schabernack.

Darüber hinaus begleiten der Bovelvoigt Tjelvar und seine Untergebenen die Sulinger Schützengelsellschaft von 1896, die Bürgerparkgesellschaft von 1875 und den Kutscher Klub auf den neuen WinterWunderWald im Sulinger Bürgerpark. Zum ersten Male soll dort am 17. Tage des Dezembers ein Markt abgehalten werden. Gefeiert und gelacht wird dann bis lange in die Nacht hinein.

 

Kommt herbeigeströmt und begeht mit uns diese wohligen Märkte und Festivitäten, um die Zeit bis zum nahenden Weihnachtsfest zu verkürzen.

 

Gez. De Bovelzumft

Termin bestätigt: Bovelmarkt 2017

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Der Dreschbalken ist eine kräftezehrende Disziplin – (c) Uwe Tächl

Eine kurze, aber dennoch wichtige Nachricht ereilte die Marktmeister am vergangenen Freitag.

Der Termin für den zweiten Bovelmarkt im Jahre 2017 a.D. ist bestätigt.

Ein jeder vermag sich die Tage in seinem Kalender markieren; sofern er denn des Schreibens mächtig ist.

Der Zweite Bovelmarkt zu Bassum am Fuße der Burg Freudenberg findet am:

29. und 30. Tages im Juli des kommenden Jahres 2017

statt.

 

An eben diesem Datum wird auch der amtierende Bovelvoigt seinen Titel gegen all die Anwärter verteidigen müssen, die auf sein Amt schielen und es ihm entreißen wollen.

So seyed gespannt, denn weitere Informationen folgen in den nächste Wochen.

 

Gez. Baldewin Bovel.

Tag der Region an der Freudenburg zu Bassum

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Der Bovelvoigt weiht seinen neuen Thron ein und lässt dies auf einem Bild verewigen – (c) De Bovelzumft – Gelebtes Mittelalter e.V.

Gar der vielen Worte vermag ich nicht zu verlieren, doch unerwähnt soll es nicht bleiben, dies fabulöse Fest, das man auch Tag der Region nennt.

Für die Zumft war es einmal mehr ein wundervoller Tag, voll Sonnenschein, Vögelgezwitscher, vorlauter Kommentare und lustiger Pöbeleien. Bereits zu morgendlicher Stund, als die Sonne gerade den Horizont erklomm, waren bereits die ersten Zümfter auf den Beinen, um das Lager aufzuschlagen, die Taverne zu errichten und den Schwertkampf abzustecken. Doch eins, das soll besondere Erwähnung finden, denn die Zumft hatte ein neues Mobiliar zusammenzustecken – nämlich den Thron des Bovelvoigtes. In seiner vollkommenen Schönheit und herabwürdigenden Dekadenz stand er nun dar, eben jener Stuhle, der es würdig war, den Arsche des Voigtes zu tragen.

Diesen wunderbaren Moment wollte die Bovelzumft auf ewig in bunten Gemälden festhalten und so wurde eine gar fantastische Malerin angeheuert. In zahlreichen Bildern und Gemälden fing sie das Zeitglas ein und verzauberte es, auf das es inne hielt. In verschiedensten Posen wurden die Zümfter festgehalten. Die Meisten in natürlicher Schönheit (so wie Baldewin mit seiner Familie), andere in natürlicher Boshaftigkeit, Niedertracht oder Abscheulichkeit (wie etwa der Henker oder die Stadtwache) oder in einer kaum zu überbietender Überheblichkeit (wie etwa die Gaukler um den selbst ernannten König Diego Funkenflug).

Doch genug der Worte um derlei Bilder. Der gute Carl von Stolzenau und seine Schwertkünste sollen nicht unerwähnt bleiben, da er wieder in großem Stolz den bisweilen sehr tollpatschigen Stadtwachen versuchte beizubringen, dass man doch ein Schwerte am Knauf zu halten vermag und nicht an der Schneide.

Zuletzt sollen die großartigen, ja fantastischen, ja phänomenalen Feuerspucker nicht unerwähnt bleiben, die unter größter Gefahr ihres eigenen Lebens mit dem Feuer spielten. Zumindest dürfte das in etwa den Wortlaut wiederspiegeln, den sie selbst von sich behaupteten. Nun will ich es ihnen nicht absprechen und sie loben und preisen für die Belustigung der Masse. Macht es mir doch die Arbeit leichter, den Leuten den ein oder anderen Taler zu entwenden…

Bovelmarkt 2016 an der Freudenburg zu Bassum

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Heidenlärm; grandiose Musik von tollen Künstlern auf dem Bovelmarkt – (c) Uwe Tächl

Was für ein fulminantes Mittelalterspektakel ist da am Samstag und Sonntag an der Freudenburg zu Bassum passiert?!

Bevor ich näher darauf eingehe, hier eine kurze Danksagung an:

Alle Gäste, die den Markt am Samstag und/oder Sonntag besucht haben, alle Händler und Heerlager, die teilgenommen haben, Waldkauz, Heidenlärm, Robert Blake, Feuer Freja, die Markvagabunden, das SSK, das THW, das DRK, die VHS, die Stadt Bassum, die Sparkasse Bassum, Meyer Straßen- und Tiefbau GmbH, Polarlicht, der Kultur- und Heimatverein Bassum und natürlich De Bovelzumft.

Bovelmarkt-Samstag

Der angehende Bovelvoigt Tjelvar

Wer Bovelvoigt sein will, muss einiges drauf haben – (c) De Bovelzumft – Gelebtes Mittelalter e.V.

Der Bovelmarkt öffnete am Samstag, den 30. Juli um 12 Uhr erstmals seine Pforten. Bereits nach kürzester Zeit waren die ersten Besucher auf dem Markt und Heidenlärm begann zu spielen, während sie eine Anheiterrunde rings um die Freudenburg liefen. Was dann passierte war einfach grandios. Immer mehr und mehr Besucher kamen auf das Gelände, dass es bereits am frühen Nachmittag ordentlich belebt war und zahlreiche Kinder die Angebote der Zwergenwiese wahrnahmen, auf dem Dreschbalken kletterten, Leitergolf spielten oder Ledersäckchen fertigten. Bis zum Nachmittag kamen immer mehr Menschen, um den ersten Bovelmarkt zu Bassum willkommen zu heißen. Zahlreiche Gewandete waren unter ihnen und hauchten dem Markt ein grandioses Publikumsambiete ein. Allein am Samstag erfreuten sich mehrere Tausend Besucher an Speis, Trank, Musik und bei der Wahl des neuen Bovelvoigtes auf dem Gelände.

Insbesondere die letzt genannte Aktion erfreute zahlreiche Gäste und erheiterte auch die Gemüter der Bovelzumft. Auf dem Dreschbalken, beim Nageln mit der Axt, Stelzen laufen, Pantomime, beim Wettrennen und im Schwertkampf konnte sich Tjelvar zu guter letzt durchsetzen und den aktuellen Bovelvoigt, den Henker, von seinem Throne stürzen.

Zuletzt reiste gar ein Tross sehr sympathischer Weiber und Damen an, die da den Abschied des Junggesellinnenlebens gebürtig feierten. Leider schwang gegen Abend das Wetter etwas um und es begann zu regnen. Doch die Musiker von Waldkauz wussten auch darauf die richtige Antwort. Anstatt ein regulären Auftritt auf der Bühne zu spielen, luden sie die Zuschauer auf eben diese ein, da sie trocken und überdacht war, gaben Autogramme und überraschten mit einem Akustikkonzert. Erst am späteren Abend wardt es trockener und die ersehnte Feuershow konnte den Abend abschließen.

 

Bovelmarkt-Sonntag

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Waldkauz; wunderbare mittelalterliche Klänge an der Freudenburg – (c) Wolfgang Defort

Wenn gleich ich gar nicht alle Aktionen und Heldentaten vom Samstag aufzählen kann, so will ich dennoch am Sonntag weitermachen. Glücklicherweise meinte es der Wettergott gut mit uns und bescherte uns einen angenehmen und freundlichen Sonntag, so dass die Markttore am 31. Juli ab 11 Uhr geöffnet werden konnten. Kurz darauf bildete sich auch schon eine Schlange Besucher am Einlass, so dass bis kurz nach dem Mittag eine zweite Kasse geöffnet werden musste.

Während auf der Bühne Waldkauz, Heidenlärm und Robert Blake wieder ihre tollen Shows zum besten gaben, war auch der SSK, so wie schon am Samstag, mit Schwert und Hieb mächtig dabei, den Besuchern etwas zu bieten. Neben einem Theaterstück und einer Massenschlacht, gab es auch einen Schildwall, bei dem die Kinder angestachelt wurden, eben jenen zu überrennen, um sich die Belohnung (eine Truhe voll Gold) zu sichern. Voller Elan und Enthusiasmus stürmten sie auf die Stadtgardisten zu und … überrannten diese, trotz ihrer schützenden Schilder im Nu!

Am Nachmittag schließlich begab sich der Bürgermeister zu Bassum auf die Bühne und kürte den neuen Bovelvoigt Tjelvar, hob ihn in Amt und Würden und übergab ihm sein Szepter und Mantel. Unter tosendem Applaus und mit einem zuvor abgehaltenen Markttanz begrüßte die Bovelzumft und die Gäste ihren neuen Voigt.

Insgesamt verfolgten abermals mehrere Tausend Besucher am Sonntag das Geschehen auf dem Bovelmarkt zu Bassum. Es waren gar so viele, dass im Radio eine Verkehrsmeldung rings um Bassum mit Stop and Go bzw. Zäh fließendem Verkehr durchgegeben wurde.

 

Hier geht’s zur Galerie mit zahlreichen Bildern (u.a. von Uwe Tächl und Wolfgang Defort).
Hier geht’s zu LEONNERI, die uns beim Nähen der wundervollen Wimpel unterstützt hat.

 

Und wenn gleich ich mich wiederhole, nochmal ein herzliches Dankeschön an alle Menschen, die dazu beigetragen haben, ein so tolles Fest zu feiern.

 

Auf bald, gehabt euch wohl!

Industriestraßenfest des THW Bassum

Industriestraßenfest des THW

Zum Flinkes Fert und Andys Gerupfte Sau auf dem THW-Fest – (c) De Bovelzumft – Gelebtes Mittelalter e.V.

Der THW ist einer der großartigen Vereine in Bassum, auf den De Bovelzumft immer zählen kann. Zahlreiche Male haben sie uns mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Da ist es selbstverständlich, dass wir uns revanchieren, wo immer wir können. Am 06.06.2016 war dies das Industriestraßenfest, das der THW im Zuge seines 25jährigen Bestehens organisiert hat.

Neben der Taverne „Zum Flinken Fert“ und Andys „Gerupfte Sau“ wurde auch das reguläre Schwertschaukampf-Training auf eine Freifläche verlegt, so dass geneigte Besucher zum einen den wilden Recken zusehen konnte, aber auch die Möglichkeit hatten, selbst an einem Schnuppertraining mitzumachen.

Die an dem Tag gefühlten 35°C waren den meisten Zümfter anzusehen, doch einem am meisten, dem Gauklerkönig und in Fachkreisen auch Kartentricknarr bezeichneten Diego Funkenflug, der wohl den ganzen lieben langen Tage im Bollerwagen schlief, saß und wieder schlief, während ihn gnädiger Weise andere Leute herumziehen durften.

Alles in allem also ein gelungener Tag.

Wir wünschen dem THW Bassum alles Gute und freuen uns auf mindestens weitere 25 Jahre gute Zusammenarbeit. 🙂

Weihnachtsmarkt Bassum 2015

Weihnachtsmarkt 2015

Tjelvar & Kori betrinken den heiligen Frieden ihrer Stämme – (c) De Bovelzumft – Gelebtes Mittelalter e.V.

Hört, hört, Volk zu Bassum.

Auch in diesem Jahre, anno 2015, wird sich der Pöbel auf dem seeligen und friedlichen Weihnachtsmarkt zu Bassum niederlassen. Es wird wieder ein wundervolle Feuershow geben und das ein oder andere Lied geträllert – mit feuchter und mit trockener Kehle.

Selbstredend ist natürlich auch die Taverne „Zum Flinken Ferd“ wieder mit von der Partie und wird euch unterstützen, in jenem Vorhaben der innerlichen Wärme. So wird heißer Met, heißer Kräuterglühwein (nach geheimen Rezept von Alrun und Konrad Bovel) sowie heißer Apfelsaft für alle Kutscher ausgeschenkt.

So kommet daher und erfreut euch an der heimeligen Stimmung am Stand der Bovelzumft.