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Das Nordvolk wählt seinen Jarl

Das Thing 918 der Bir­si­na Aett, die Wikin­ger­sip­pe der Bovelzumft, ist Geschichte,

Am Sams­tag den 13. Janu­ar 918 kehr­ten wir fast voll­zäh­lig im Wirts­haus „zum Schwar­zen Kei­ler“ in Nien­burg an der Weser ein, um kurz­wei­li­ge Stun­den bei Suff und Spey­sen zu ver­brin­gen. Es wur­de viel gelacht und neue Raub­zü­ge geplant, sowie vie­le mög­li­che Wikin­ger­markt­be­su­che bespro­chen. Unter ande­rem auch eine Fahrt mit einem Dra­chen­boot, auf die alle schon ganz heiß sind.

Nicht zuletzt stand die Wahl unse­res neu­en Jarls an. Nach einem Jahr Pau­se, dür­fen wir Ragi zurück im Amt des Jarls begrü­ßen, dass er sich von mir, Kori Hans­son, zurück erobern konn­te. Ich bedan­ke mich bei der gesam­ten Sip­pe für das tol­le Jahr 917 und wün­sche unse­rem neu­en Jarl den Segen der Göt­ter! Auf ein erfolg­rei­ches Jahr 918!

Lang lebe Jarl Ragi!

erge­benst,

Kori Hans­son

Bovelmarkt 2016 an der Freudenburg zu Bassum

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Hei­den­lärm; gran­dio­se Musik von tol­len Künst­lern auf dem Bovel­markt – © Uwe Tächl

Was für ein ful­mi­nan­tes Mit­tel­al­ter­spek­ta­kel ist da am Sams­tag und Sonn­tag an der Freu­den­burg zu Bas­sum passiert?!

Bevor ich näher dar­auf ein­ge­he, hier eine kur­ze Dank­sa­gung an:

Alle Gäs­te, die den Markt am Sams­tag und/​oder Sonn­tag besucht haben, alle Händ­ler und Heer­la­ger, die teil­ge­nom­men haben, Wald­kauz, Hei­den­lärm, Robert Bla­ke, Feu­er Fre­ja, die Mark­va­ga­bun­den, das SSK, das THW, das DRK, die VHS, die Stadt Bas­sum, die Spar­kas­se Bas­sum, Mey­er Stra­ßen- und Tief­bau GmbH, Polar­licht, der Kul­tur- und Hei­mat­ver­ein Bas­sum und natür­lich De Bovelzumft.

Bovelmarkt-Samstag

Der angehende Bovelvoigt Tjelvar

Wer Bovel­voigt sein will, muss eini­ges drauf haben – © De Bovelzumft – Geleb­tes Mit­tel­al­ter e.V.

Der Bovel­markt öff­ne­te am Sams­tag, den 30. Juli um 12 Uhr erst­mals sei­ne Pfor­ten. Bereits nach kür­zes­ter Zeit waren die ers­ten Besu­cher auf dem Markt und Hei­den­lärm begann zu spie­len, wäh­rend sie eine Anhei­ter­run­de rings um die Freu­den­burg lie­fen. Was dann pas­sier­te war ein­fach gran­di­os. Immer mehr und mehr Besu­cher kamen auf das Gelän­de, dass es bereits am frü­hen Nach­mit­tag ordent­lich belebt war und zahl­rei­che Kin­der die Ange­bo­te der Zwer­gen­wie­se wahr­nah­men, auf dem Dresch­bal­ken klet­ter­ten, Lei­ter­golf spiel­ten oder Leder­säck­chen fer­tig­ten. Bis zum Nach­mit­tag kamen immer mehr Men­schen, um den ers­ten Bovel­markt zu Bas­sum will­kom­men zu hei­ßen. Zahl­rei­che Gewan­de­te waren unter ihnen und hauch­ten dem Markt ein gran­dio­ses Publi­kum­sam­bie­te ein. Allein am Sams­tag erfreu­ten sich meh­re­re Tau­send Besu­cher an Speis, Trank, Musik und bei der Wahl des neu­en Bovel­voig­tes auf dem Gelände.

Ins­be­son­de­re die letzt genann­te Akti­on erfreu­te zahl­rei­che Gäs­te und erhei­ter­te auch die Gemü­ter der Bovelzumft. Auf dem Dresch­bal­ken, beim Nageln mit der Axt, Stel­zen lau­fen, Pan­to­mi­me, beim Wett­ren­nen und im Schwert­kampf konn­te sich Tjel­var zu guter letzt durch­set­zen und den aktu­el­len Bovel­voigt, den Hen­ker, von sei­nem Thro­ne stürzen.

Zuletzt reis­te gar ein Tross sehr sym­pa­thi­scher Wei­ber und Damen an, die da den Abschied des Jung­ge­sel­lin­nen­le­bens gebür­tig fei­er­ten. Lei­der schwang gegen Abend das Wet­ter etwas um und es begann zu reg­nen. Doch die Musi­ker von Wald­kauz wuss­ten auch dar­auf die rich­ti­ge Ant­wort. Anstatt ein regu­lä­ren Auf­tritt auf der Büh­ne zu spie­len, luden sie die Zuschau­er auf eben die­se ein, da sie tro­cken und über­dacht war, gaben Auto­gram­me und über­rasch­ten mit einem Akus­tik­kon­zert. Erst am spä­te­ren Abend wardt es tro­cke­ner und die ersehn­te Feu­er­show konn­te den Abend abschließen.

Bovelmarkt-Sonntag

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Wald­kauz; wun­der­ba­re mit­tel­al­ter­li­che Klän­ge an der Freu­den­burg – © Wolf­gang Defort

Wenn gleich ich gar nicht alle Aktio­nen und Hel­den­ta­ten vom Sams­tag auf­zäh­len kann, so will ich den­noch am Sonn­tag wei­ter­ma­chen. Glück­li­cher­wei­se mein­te es der Wet­ter­gott gut mit uns und bescher­te uns einen ange­neh­men und freund­li­chen Sonn­tag, so dass die Markt­to­re am 31. Juli ab 11 Uhr geöff­net wer­den konn­ten. Kurz dar­auf bil­de­te sich auch schon eine Schlan­ge Besu­cher am Ein­lass, so dass bis kurz nach dem Mit­tag eine zwei­te Kas­se geöff­net wer­den musste.

Wäh­rend auf der Büh­ne Wald­kauz, Hei­den­lärm und Robert Bla­ke wie­der ihre tol­len Shows zum bes­ten gaben, war auch der SSK, so wie schon am Sams­tag, mit Schwert und Hieb mäch­tig dabei, den Besu­chern etwas zu bie­ten. Neben einem Thea­ter­stück und einer Mas­sen­schlacht, gab es auch einen Schild­wall, bei dem die Kin­der ange­sta­chelt wur­den, eben jenen zu über­ren­nen, um sich die Beloh­nung (eine Tru­he voll Gold) zu sichern. Vol­ler Élan und Enthu­si­as­mus stürm­ten sie auf die Stadt­gar­dis­ten zu und … über­rann­ten die­se, trotz ihrer schüt­zen­den Schil­der im Nu!

Am Nach­mit­tag schließ­lich begab sich der Bür­ger­meis­ter zu Bas­sum auf die Büh­ne und kür­te den neu­en Bovel­voigt Tjel­var, hob ihn in Amt und Wür­den und über­gab ihm sein Szep­ter und Man­tel. Unter tosen­dem Applaus und mit einem zuvor abge­hal­te­nen Markt­tanz begrüß­te die Bovelzumft und die Gäs­te ihren neu­en Voigt.

Ins­ge­samt ver­folg­ten aber­mals meh­re­re Tau­send Besu­cher am Sonn­tag das Gesche­hen auf dem Bovel­markt zu Bas­sum. Es waren gar so vie­le, dass im Radio eine Ver­kehrs­mel­dung rings um Bas­sum mit Stop and Go bzw. Zäh flie­ßen­dem Ver­kehr durch­ge­ge­ben wurde.

Hier geht’s zur Gale­rie mit zahl­rei­chen Bil­dern (u.a. von Uwe Tächl und Wolf­gang Defort).
Hier geht’s zu LEONNERI, die uns beim Nähen der wun­der­vol­len Wim­pel unter­stützt hat.

Und wenn gleich ich mich wie­der­ho­le, noch­mal ein herz­li­ches Dan­ke­schön an alle Men­schen, die dazu bei­getra­gen haben, ein so tol­les Fest zu feiern.

Auf bald, gehabt euch wohl!

Erster Raubzug der Birsinia Syød

Kaum zusam­men­ge­schlos­sen hat die Bir­si­nia Syød schon ihren ers­ten Raub­zug geplant.

Auf die­sem wird zwar kein Gold und Sil­ber geplün­dert, dafür Wis­sen um alte Hand­werks­küns­te und das Leben der Altvorderen.

Vom 16. bis 17. April bege­ben sich die Nord­leu­te der Bovelzumft auf nach Walls­büll in Schleswig-Holstein.
Dort steht eine wikin­ger­zeit­li­che Hof­an­la­ge, wel­che vom Vals­gaard e.V. betrie­ben wird.
Auf die­ser wer­den die Zümf­ter nicht nur Wikin­ger dar­stel­len, denn die Hof­an­la­ge ist ein von Besu­chern fre­quen­tier­tes Muse­ums­dorf, son­dern auch aller­lei altem Hand­werk nach­ge­hen und Gedan­ken austauschen.

Über­nach­tet wird dabei ganz tra­di­tio­nell in dem Lang­haus, in dem am Tage gewohnt, geges­sen und auch gear­bei­tet wird.

Wer Inter­es­se hat wen­det sich an Jarl Ragi.
Es gibt noch Mög­lich­kei­ten sich dem Raub­zug anzuschließen.

Thing des Nordvolkes

Erstes Thing

Thing der Nord­män­ner – Stil­echt im Schnee – © De Bovelzumft – Geleb­tes Mit­tel­al­ter e.V.

Das Thing des Nord­vol­kes ist vor­bei! Jarl Ragi wur­de von allen Anwe­sen­den ein­stim­mig gewählt. Es war ein sehr schö­nes Zusam­men­tref­fen an der Hünen­burg zu Twist­rin­gen, des­sen sehr tol­les Ambi­en­te noch durch Schnee auf­ge­wer­tet wur­de. Nach­dem ein Feu­er ent­zün­det wur­de und sich die ver­sam­mel­ten Nord­län­der ein wenig aus­tausch­ten, wur­de bei schwin­den­den Tages­licht Grup­pen und auch Ein­zel­bil­der geschos­sen, um anschlie­ßend die Tages­ord­nung zu bespre­chen. Es wur­de der Name der Sip­pe bestimmt und ein dazu pas­sen­des Wap­pen ent­wor­fen. Im Anschluss wur­de der Jarl gewählt, wel­cher für ein Jahr die Sip­pe führt.

Der Name des Nord­mann Ver­bun­des lau­tet von nun an: Bir­si­na Syød (Bir­si­na = Bas­sum im Jahr ca. 858, Syød = Sippe)

Dann tausch­ten sich alle Anwe­sen­den über ihre Vor­stel­lung unse­res Sip­pen­wap­pen aus.

Der Vegvi­sir (Weg­wei­ser), die­ses Zei­chen soll hel­fen, auch im Sturm und bei schlech­tem Wet­ter, nie sei­nen Weg zu ver­lie­ren. Dar­über kommt Freyrs Eber, Gul­lin­bors­ti. Er steht für Kraft und Potenz. Sei­ne Bors­ten ver­sprü­hen Fun­ken und erhel­len das Dunkel.

Zu guter Letzt haben wir uns die Käl­te, mit Hil­fe von hei­ßem Met und Gulasch, aus den Kno­chen ver­trie­ben. Eben­so gab es wie eine klei­ne Musik­ein­la­ge von Tjiel­var und mir.

PS.: Wir sind und blei­ben natür­lich Teil der Bovelzumft und sind kein wei­te­rer Ver­ein. Wir blei­ben mit Her­zen Zümf­ter der Bovelzumft.