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Bovelmarkt 2018 Resümee

Das groß­ar­ti­ge und nie die Hand vor den Mund neh­men­de Dui­vels­pack – © De Bovelzumft – Geleb­tes Mit­tel­al­ter e.V.

Lei­der, lei­der ist er schon wie­der vor­über, der Bovel­markt 2018. Doch wir wol­len einen kur­zen Rück­blick wagen und die tolls­ten und schöns­ten Ereig­nis­se nicht uner­wähnt las­sen. Wenn gleich uns die Son­ne die­ses Jahr auch etwas mehr plag­te, als die letz­ten Jah­re und allen Zümftern, Händ­lern und Gäs­ten bei teil­wei­se 34 Grad den Schweiß auf die Stirn trieb, wol­len wir uns nicht bekla­gen. Denn wie heißt es so schön: Das Wet­ter ist einem ja nie recht. Ent­we­der ist’s zu nass oder zu warm oder irgend­was blö­des dazwi­schen. So genos­sen wir also die gel­be Schei­be und den blau­en Him­mel und ver­ding­ten unse­ren Durst an der Taver­ne. Den Auf­takt am Sams­tag-Mit­tag mach­ten Die Ver­trie­be­nen und heiz­ten (oder kühl­ten) die Stim­mung gleich zu Beginn ein, wäh­rend der Bovel­voigt Kjar­tan mit sei­nem Gefol­ge die ers­ten Besu­cher will­kom­men hieß. Doch fest saß der alte Bovel­voigt da schon nicht mehr im Thro­ne, denn wäh­rend er mit sei­ner Stadt­wa­che gute Lau­ne mim­te, berei­te­ten sich bereits 7 Kon­tra­hen­ten vor, ihm das Zep­ter zu ent­rei­ßen. Zuvor ver­ein­nahm­te das Dui­vels­pack die Büh­ne und zog den Markt in ihren lyri­schen Bann. Mit flin­ker Zun­ge und fre­chem Grin­sen ver­kün­de­ten sie ihre Bal­la­den. Auch Immer­noch­frank der Gauk­ler wuss­te hier schon die Zuschau­er für sich zu begeis­tern – vor allem sein loses Mund­werk wird vie­len in den Ohren bleiben.

Doch bei Wei­tem war er nicht der Ein­zi­ge mit losem Mund­werk, denn als die Uhre 3 schlug, stürm­ten die Her­aus­for­de­rer von Kjar­tan die Büh­ne, um sich den Auf­ga­ben zu stel­len, die es zu meis­tern galt, um selbst Voigt zu wer­den. Kjar­tan zog es vor, sei­ne Stadt­gar­de ins Ren­nen zu schi­cken und so muss­te Hagen alle Auf­ga­ben über­neh­men: Dresch­bal­ken, Malen, Pfann­ku­chen­wen­den, Seil­zie­hen. Beim Wetts­au­fen jedoch, ließ sich Kjar­tan nicht erset­zen. Die­se Dis­zi­plin woll­te er mit Leib und See­le selbst hin­ter sich brin­gen. Nach sehr anstren­gen­den Augen­bli­cken und wil­den Auf­ga­ben­rau­fe­rei­en, blie­ben (und das ist ein Novum) 3 Kon­tra­hen­ten übrig: Maris­ka, Kori und Die­go Fun­ken­flug. Ihre Auf­ga­be war es nun, ein Sand­säck­chen auf eine 3 Meter hohe Stan­ge zu beför­dern. Lei­der waren sie alle nicht beson­ders geschickt und so war der Vor­stand gezwun­gen, die Ent­schei­dung ander­wei­tig her­bei­zu­füh­ren, näm­lich durch das Volk höchst­selbst! Die Laut­stär­ke der Jubel­ru­fe führ­te nun end­gül­tig zum Ergeb­nis und Die­go Fun­ken­flug ver­trieb Kjar­tan aus sei­nem Amte. Wäh­rend da nun der neue Voigt gewählt, mach­te sich Unmut breit, denn eine wil­de SSK Söld­ner­schaft ver­kün­de­te von Üblem auf dem Kampf­platz. Unser treu, war die Stadt­wa­che mit Tjel­var und der Schwert­meis­ter zu Gegend und konn­te mit ein paar Schar­müt­zeln, die Söld­ner wie­der los­wer­den. Den ful­mi­nan­ten Abschluss bil­de­te das Bovel­feu­er mit einer atem­be­rau­ben­den Show: Feu­er­lan­zen, POIs, bren­nen­de Stä­be, Feu­er­seil­sprin­gen und der Kampf mit bren­nen­den Schwer­tern. Fantastisch!

Der Sonntag stand im Namen der Familien

Alter Voigt und neu­er: Kjar­tan links und Die­go rechts – © De Bovelzumft – Geleb­tes Mit­tel­al­ter e.V.

Wäh­rend sich am Sams­tag bereits viel Erwach­se­nes Volk tum­mel­te, führ­te eben die­ses am Sonn­tag die noch-nicht-ganz-Erwach­se­nen, auch Kin­der genannt, zum Mark­te. Die hat­ten alle Hän­de voll zutun auf der Zwer­gen­wie­se. Beim Kampf gegen der Roland, bei der SSK-Kin­der­schlacht, auf dem Karus­sell und natür­lich beim Dra­chen­schie­ßen mit der Arm­brust ging es heiß her. Und auch die Schmie­de um Georg Eichen­schmied und Gisa hat­ten sich wie­der auf Kin­der ein­ge­stellt und boten Ein­bli­cke in das alte Hand­werk. Nie­mals wol­len wir natür­lich den Dresch­bal­ken ver­ges­sen, der sich bei den klei­nen und gro­ßen Erwach­se­nen enor­mer Beliebt­heit erfreu­te. War­um die Leut jedoch so erpicht dar­auf sind, ins Stroh zu fal­len, erschließt sich mir bis heu­te nicht. Sei es drum. Die­ses Jahr war nun das ers­te Mal der Bovel-Bogen­bau­er dabei und zeig­te das Hand­werk des Bogen­baus haut­nah. Außer­dem boten die Bovel­ten­ze­l­er an bei­den Tagen wie­der eine tol­le Vor­stel­lung mit zahl­rei­chen Tän­zen und guter Lau­ne. Was es bedeu­tet, Kreis­tän­ze zu tan­zen, konn­ten die Besu­cher bei einer Aus­por­bier­stun­de unter den Augen und Anwei­sun­gen von Wil­hel­mi­na selbst erfah­ren. Gar nicht so einfach!
Auf die Minu­te genau einen Tag, nach­dem Die­go Fun­ken­flug sich gegen alle ande­ren Kon­tra­hen­ten durch­setz­te, erschien der Bür­ger­meis­ter der Stadt Bas­sum, Chris­ti­an Porsch, um Die­go in sein Amt zu hie­ven. Zep­ter und Man­tel wur­den über­ge­ben und ermah­nen­de Wor­te, es sei­nen Vor­gän­gern gleich zutun und ein guter Bovel­voigt zu werden.
Und wie es sich für eben die­sen Die­go Fun­ken­flug geziemt, ergriff er das Wort und rief das Jahr des Gauk­lers aus. Was auch immer dies bedeu­tet, wer­den wir wohl noch sehen. Man trug mir zu Ohren, dass die Stadt­wa­che fort­an mit Gauk­ler­glöck­chen aus­ge­stat­tet sein soll. Und so ver­wun­dert es nicht, dass die­je­ni­gen, die den Wege­zoll kas­sier­ten bereits unter dem Bann des Gauk­lers stan­den. So gelang es Ihnen, gan­ze 800 Stem­pel den Gäs­ten anstatt auf die Hand, auf die Stirn oder einem ande­ren Kör­per­teil, der nor­ma­ler­wei­se unter Hose und Rock ver­steckt, zu geben. Wohin soll das noch füh­ren? Doch ein Licht­blick bleibt, in die­sem Jah­re war das Lager Utholm anwe­send. Kräf­ti­ge Recken mit Schil­dern und Schwer­tern. Neben der Trup­pe des SSK zeig­ten sie den Schild­wall und wie man sich ordent­lich auf die Omme gibt. Hof­fen wir, dass der Voigt dies zu wür­di­gen weiß und die Stadt­gar­de ver­schont. Zu guter Letzt soll das neue Bovel­la­ger nicht uner­wähnt blei­ben, denn wäh­rend das Dui­vels­pack, die Ver­trie­be­nen, Immer­noch­frank der Gauk­ler und die Tri­be Black Pearls die Büh­ne unsi­cher mach­ten, waren auf der Thing­stät­te zahl­rei­che Zel­te auf­ge­schla­gen und zeug­ten von einem Ruhe­pol. Ein solch schö­nes Lager, rings um die­se his­to­ri­sche Städ­te sucht Sei­nes­glei­chen und so ist es nicht ver­wun­der­lich, dass auch in den zukünf­ti­gen Jah­ren geplant ist, das Bovel­la­ger dort aufzuschlagen.
Zum Schluss bleibt noch sehr viel zu sagen und vie­les zu erwäh­nen, doch ich ver­lie­re mich in den Wor­ten. Es war ein wun­der­vol­ler, wenn auch sehr hei­ßer Markt. Die Bovelzumft ist ob der tau­sen­den Gäs­te, die dem Auf­ruf des Bovel­voig­tes gefolgt waren höchst ange­tan und freut sich auch im nächs­ten Jahr wie­der die Pfor­ten des Bovel­mark­tes zu öffnen.

Wer mehr Ein­drü­cke vom Bovel­markt sehen möch­te, kann sich zum einen durch die Bil­der­ga­le­rie kli­cken oder die­ses tol­le Video anse­hen, dass auch mit der Tro­ba­do­re Musik des Bovel­mark­tes hin­ter­legt ist:

Ein gro­ßes Dan­ke­schön geht an fol­gen­de Hel­fer, ohne die die­se tol­le Ver­an­stal­tung so nicht mög­lich wäre:

  • De Bovelzumft – Geleb­tes Mit­tel­al­ter e.V.
  • die Markt­va­ga­bun­den
  • Dui­vels­pack
  • Die Ver­trie­be­nen
  • Immer­noch­frank der Gaukler
  • Tri­be Black Pearls
  • die Schu­le für mit­tel­al­ter­li­chen Schwert­schau­kampf (SSK)
  • das Schau­kampf­la­ger Utholm
  • die Stadt Bassum
  • die VHS Diepholz
  • THW Bas­sum: Jugendgruppe
  • Deut­sches Rotes Kreuz
  • den Kul­tur- und Hei­mat­ver­ein Bassum
  • Tom the Dragon
  • Uwe Taechl
  • allen Aus­stel­lern
  • allen Heer­la­gern
  • allen Hand­wer­kern
  • und natür­lich allen Gästen!

Auf bald!

Bovelmarkt 2018 – Das Programm

Nun ist es bald soweit. Nur noch zwei der Näch­te, ehe die wil­den Fei­er­lich­kei­ten beginnen.
Damit sich ein jeder bes­tens ein­stel­len kann, ver­öf­fent­licht der Bovel­voigt Kjar­tan nun heu­te das offi­zi­el­le Pro­gramm der Büh­nen – auf das das Volk es gut hei­ßen möge!

Pro­gramm Samstag:



Pro­gramm Sonntag:



Mittelalterliches Treiben auf dem WinterWunderWald in Sulingen

Am 16. Tag des Dezem­bers folg­ten der Bovel­vogt und sei­ne Zümft­ler der Ein­la­dung, den Win­ter­Wun­der­Wald zu Sulin­gen zu besu­chen, um den 3. Advent mit­tel­al­ter­lich ein­zu­läu­ten. Trotz Regen und Käl­te wur­de uner­müd­lich geschmie­det, getanzt, gesun­gen und den Besu­chern mit hei­ßem Gewürz­wein an der Taver­ne zum Flin­ken Fert und dem Bovel­feu­er ein­ge­heizt. Gro­ße Recken konn­ten sich im Bogen­schie­ßen ver­su­chen, klei­ne Stock­brot über dem Feu­er backen. Noch lan­ge nach Ein­bruch der Dun­kel­heit währ­te das mun­te­re Treiben!

Möge Weih­nach­ten min­des­tens genau­so fröh­lich werden!

P.S:
Wei­te­re Bil­der fin­den sich hier!

Mittelalterlicher Advent

Gemüt­li­che Weih­nachts­zeit – © De Bovelzumft – Geleb­tes Mit­tel­al­ter e.V.

Am 1. und 3. Advent erstrahlt die Vor­weih­nachts­zeit in mit­tel­al­ter­li­chem Glanz!
Am 02. und 03.12.17 fin­den sich die Mai­den und Recken der Bovelzumft an der Stifts­kir­che auf dem Weih­nachts­markt zu Bas­sum ein, um Euch die kur­zen, kal­ten Tage mit Feu­er­spu­ckerey zu erhel­len und hei­ßem Met zu erwärmen.

Nicht lan­ge vor der hei­li­gen Nacht, am 16.12.17, dür­fen wir Euch dann im Win­ter­Wun­der­Wald in Sulin­gen nicht nur mit Speis, Trank und Fun­ken, son­dern sogar mit Schmie­den, mit­tel­al­ter­li­chen Tän­zen, Bogen­schie­ßen und vie­ler­lei mehr erfreuen.
Kommt, um mit uns der besinn­li­chen Zeit einen beson­de­ren Hauch zu verleihen!

Ein bisschen Mittelalter auf dem Tag der Regionen

Spaß hat­ten sie alle – ob Groß oder Klein – auf dem Tag der Regio­nen zu Bas­sum – © De Bovelzumft – Geleb­tes Mit­tel­al­ter e.V.

Etli­che Mai­den und Recken mach­ten sich am 24. Sep­tem­ber im Jah­re des Her­ren 2017 auf, dem Tag der Regio­nen an der Freu­den­burg Bas­sum ein mit­tel­al­ter­lich Gesicht zu ver­lei­hen. So sorg­te denn die Bovelzumft unter Geleit ihres Vog­tes Kjar­tan für Speis, Trank und aller­lei Spek­ta­kel: So man­cher Krie­ger hat­te sein prunk­volls­tes Gewand ange­legt, zar­ten Jung­fern, hol­den Mai­den und sogar – schenkt man Fama Glau­ben – küh­nen Recken wur­de das Haar zu lieb­li­chen Zöp­fen gewun­den. Nach der Mit­tags­stun­de trotz­ten De Bovel­ten­ze­l­er dem glit­schi­gen Grund und luden das Publi­kum zum Tanz, auf dass der zuvor getä­tig­ten Völ­le­rei der Kampf ange­sagt wer­de. Als dann am spä­ten Nach­mit­tag Nie­sel­re­gen und begin­nen­de Däm­me­rung den Besu­chern den Tag zu ver­lei­den such­ten, sorg­ten Hagen, Kon­rad und Die­go mit spek­ta­ku­lä­rer Feu­er­kunst für Wär­me und Licht, bevor die Freu­den­burg wie­der ins 21. Jahr­hun­dert zurück­keh­ren durfte.

Die Bil­der­ga­le­rie fin­det ihr hier.

Bovelmarkt 2017 Resümee

Stadt­gar­de und Kin­der beim Tanz zu fei­ner Musik auf dem Bovelmarkt

Ein ful­mi­nan­tes Spek­ta­kel ist nun schon seit zwei der Wochen vor­über: Der Bovel­markt 2017 an der Freu­den­burg zu Bas­sum. Was haben wir gelacht, was haben wir gefei­ert, was haben wir gepö­belt, gefres­sen, gesof­fen, gekämpft, getanzt … und … ach was, fan­gen wir von vorn an!
Der alte Bovel­voigt, Tjel­var der Rote eröff­ne­te den Markt am Sams­tag zur Mit­tags­stund und führ­te in Beglei­tung von eini­gen Stadt­wa­chen, den Pöbel übers Gelän­de, mach­te klar dass sich ein jeder zu beneh­men hat­te und wünsch­te dann ein aus­ge­las­se­nes Fest. Beglei­tet wur­de der Zug über den Markt von den Spiel­män­nern, genannt Hei­den­lärm sowie von der Gauk­le­rin Luna Luz, doch auch ande­re nam­haf­te Grö­ßen, wie der Eichen­schmied, das Bovel­feu­er, die Bovel­ten­ze­l­er u.v.m. schlos­sen sich dem Zug an.
Tjel­var führ­te den Tross zur Büh­ne, auf der die Spiel­män­ner zahl­rei­che Stü­cke zum Bes­ten gaben und der Pöbel dazu tanz­te. Es soll­te auch nicht lang dau­ern, da folg­ten zahl­rei­che Gäs­te von Außer­halb der Ein­la­dung und fan­den sich auf dem Markt ein. Wenn gleich auch irgend­wer sein Tel­ler­chen am Vor­tag nicht leer geges­sen hat­te und der Sams­tag immer wie­der mit Regen­schau­ern zu kämp­fen hat­te, trotz­dem nicht nur die Zumft, son­dern auch die Gäs­te in zahl­rei­chen Scha­ren dem Wet­ter. Nach­dem die Son­ne (die man nicht sehen konn­te) den Zenit über­schrit­ten hat­te und es auf den Nach­mit­tag zuging, da rief der Bovel­voigt den Kampf um das Amt aus. Ins­ge­samt sechs Anwär­ter, säg­ten am Stuh­le des alten Voig­tes, um selbst das Amt an sich zu rei­ßen. Und … es gelang tat­säch­lich einem von Ihnen. Nach auf­re­gen­den und gefähr­li­chen Auf­ga­ben, wie Sack­hüp­fen, Dresch­bal­ken und Tau­zie­hen, setz­te sich Kjar­tan durch und ließ alle ande­ren Kon­tra­hen­ten hin­ter sich.
Am Abend dann, als wei­te­re Tro­ba­do­re, die sich Wald­kauz nann­ten, die Spiel­män­ner von Hei­den­lärm und die atem­be­rau­ben­de Feu­er­show von Luna Luz und Tom the Dra­gon, ihr kön­nen demons­trier­ten, beru­hig­te sich der Wet­ter­gott und ließ alle tro­cke­nen Fußes die Hän­de klap­pern und den Met sau­fen. Der­weil hat­te auch der Schwert­meis­ter und sei­ne Gesel­len alle Hän­de voll zutun, um die Inter­es­sier­ten und Möch­te­gern-Knap­pen im Umgang mit dem Schwert ver­traut zu machen. Am Abend nahm er und sei­ne Schwert­ge­sel­lin Hed­da all ihren Mut zusam­men und kämpf­ten mit bren­nen­den Schwer­tern in der Hand.

Sonniger Sonntag mit Grafen zu Hoya

Der Sonn­tag begann mit einer lachen­den Son­nen­schei­be am blau­en Him­mels­fir­ma­ment. Fro­hen Mutes und etwas gerä­dert, von der durch­zech­ten Nacht rap­pel­ten sich der Pöbel wie­der auf, bestück­te erneut die Taver­ne, die Schmie­de, die Seif­nerey, den Kampf­platz und die Zwer­gen­wie­se … ach­ja und die Schnei­der­wei­ber nicht zu ver­ges­sen, die sich müh­ten, ihren Ver­kaufs­wa­gen durch den Dreck zu zie­hen (las­sen). Schon kurz nach Markt­er­öff­nung, ströhm­ten die Men­schen aus den unter­schied­lichs­ten Orten zum Bovel­markt, um die Ver­ei­di­gung von Kjar­tan durch den Dorf­büt­tel der Stadt Bas­sum, Chris­ti­an Porsch erle­ben zu dür­fen. Sie kamen von nah und fern, aus gro­ßen Orten und aus klei­nen Orten, aus lau­ten und auch aus lei­sen. Ein paar will ich erwäh­nen, weil sie ein­fach erwäh­nens­wert sind. So wis­sen wir von Bas­su­mern, von Bre­mern (dem klei­nen Ört­chen am gro­ßen Fluß), von Sykern, Wey­hern, von Diep­holz­ern, von Bruch­häu­sern, aber auch von Vils­ern, von Del­men­horstern und auch von Ver­dern. Aber, und das sei beson­ders erwähnt, es fan­den sich auch Gäs­te von sehr fern, deren Spra­che wir kaum ver­stan­den haben. So nann­ten sie ihr Ört­chen, Madrid, dass da im gol­de­nen Spa­ni­en liegt. Doch sehr mys­te­ri­ös wur­de es bei Zwei­en, die da behaup­te­ten, sie wür­de von hin­ter den Ozea­nen stam­men, eben da, wo das Was­ser von der Erd­schei­be fiel (so ein Unsinn!). Sie benann­ten das Land als Ame­ri­ka und den Ort aus dem sie stamm­ten Texas. Ihre Spra­che zumin­dest klang sehr merk­wür­dig. Doch sei es drum, wich­tig war ja nur, dass sie der Ein­la­dung des Bovel­voig­tes nach­ka­men und offen­sicht­lich hat­te sich die­se bis in alle Win­kel der Welt herumgesprochen.

Luna Luz bei ihrer atem­be­rau­ben­den Feu­er­show auf dem Bovelmarkt

Ich ver­nahm gegen Nach­mit­tag, dass die ansäs­si­gen Söld­ner­trup­pen das Wort gegen die Stadt­gar­de erho­ben hat­ten und sich dar­aus ein hand­fes­ter Streit ent­wi­ckel­te. Und so war es auch, gelei­tet von Schwert­ge­klim­per und lau­ten Brül­len, fand ich den Weg zu ihnen und was soll ich sagen: Mit Eisen und Mus­kel­kraft foch­ten sie ihren Streit aus. Gott sei dank, konn­te die Stadt­gar­de den Zwist für sich ent­schei­den und die Söld­ner anschlie­ßend mit Teer bestrei­chen und mit Federn bekle­ben, auf das ihnen dies eine Leh­re sei.
Auf der Büh­ne zeig­ten erneut Wald­kauz und Hei­den­lärm ihr kön­nen und auch auf der Zwer­gen­wie­se, neben Spiel und Spaß, fan­den sich wei­te­re Spiel­män­ner ein, die den son­der­ba­ren Namen Matt & Bas­ti tru­gen. Sie spiel­ten für und mit Kin­dern Lie­der und erfreu­ten die­se bei Tanz und Hüpferey.

Zum Schluss, will ich noch die Gauk­ler­schaft erwäh­nen, neben den bei­den Fun­ken­flugs, deren allei­ni­ges Dasein eine Lach­num­mer ist, fan­den sich auch Fabi­an le Cor­beau und Fen­ja Red­fox auf dem Mark­te ein. Dar­über hin­aus begeis­ter­te ein wei­te­rer Gauk­ler, namens Cyra­no Mann, Weib und Kin­der. Ob mit flie­gen­den Bäl­len, Fackeln oder mit Kek­sen und Löf­feln, der Bovel­voigt hat­te die rich­ti­ge Wahl getrof­fen, um die Gäs­te zu erfreuen.
Zum aller­letz­ten Schluss, und das ist bestimmt kei­ne Bewer­tung, muss gesagt sein, dass der Graf zu Hoya höchst­selbst, mit sei­ner Gefolg­schaft und dem Bischof auf dem Markt erschien. Der Hoch­ge­bo­re­ne wur­de gebüh­rend (und sogar zwei­mal) in Emp­fang genom­men und ein­ge­la­den, dem Gela­ge beizuwohnen.

Alles in allem, ist der alte, wie auch der neue Bovel­voigt höchst zufrie­den mit der Ver­an­stal­tung und hat uns armes Volk schon wie­der ein­ge­pannt, den nächs­ten Markt vorzubereiten.

Wer mehr Ein­drü­cke vom Bovel­markt sehen möch­te, kann sich zum einen durch die Bil­der­ga­le­rie kli­cken oder die­ses tol­le Video anse­hen, dass auch mit der Tro­ba­do­re Musik des Bovel­mark­tes hin­ter­legt ist:

Ein gro­ßes Dan­ke­schön geht an fol­gen­de Hel­fern, ohne die die­se tol­le Ver­an­stal­tung so nicht mög­lich wäre:

  • Eigen­lob stinkt zwar, aber natür­lich an uns selbst, De Bovelzumft – Geleb­tes Mit­tel­al­ter e.V.
  • die Markt­va­ga­bun­den
  • Wald­kauz
  • Hei­den­lärm
  • Luna Luz Feu­er­show & Stelzenlauf
  • Matt & Bas­ti Kinderlieder
  • Gauk­ler Cyrano
  • die Schu­le für mit­tel­al­ter­li­chen Schwert­schau­kampf (SSK)
  • die Stadt Bassum
  • die VHS Diepholz
  • THW Bas­sum: Jugendgruppe
  • Deut­sches Rotes Kreuz
  • den Kul­tur- und Hei­mat­ver­ein Bassum
  • Tom the Dragon
  • Fen­ja Redbox
  • Polar­licht GmbH
  • Mey­er Stra­ßen- & Tief­bau GmbH
  • Dirk Neu­jahr
  • Uwe Taechl
  • Jas­per Finn
  • allen Aus­stel­lern
  • allen Heer­la­gern
  • allen Hand­wer­kern
  • und natür­lich allen Gästen!

Was bleibt da noch groß zu sagen, als: Bis nächs­tes Jahr!

„Bald nun ist Weihnachtszeit“

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Hagen und der Kreuz­rit­ter bei eisi­ger Jah­res­zeit – © De Bovelzumft – Geleb­tes Mit­tel­al­ter e.V.

…fröh­li­che Zeit.

Und mit ihr ein­her geht auch die gemüt­li­che Zeit der Weih­nachts­märk­te, des Bei­sam­men­seins und der hei­ßen Glüh­wei­ne und Honig­wei­ne. Wie roman­tisch es sein kann, in Dicke Män­tel gehüllt am Feu­er zu sit­zen, bei einem hei­ßen Gesöff und der ein oder ande­ren Pöbe­ley, wis­sen die Zümf­ter schon seit Jah­ren. Und so ist es auch nicht ver­wun­der­lich, dass wir mit der Tra­di­ti­on auch nicht bre­chen wol­len. So beglei­ten wir die­ses Jahr zwei regio­na­le Weih­nachts­märk­te, schen­ken Met, Kräu­ter­wein und hei­ßen Kut­scher­wein vom Apfel aus. Auch Beros Gerupf­te Sau wird dabei sein und den hung­ri­gen Men­schen einen Anlauf­punkt zu bie­ten. Außer­dem ist das Bovel­feu­er natür­lich in der dunk­len Jah­res­zeit auch mit von der Par­tie, um die Märk­te zu erhel­len und die Leut ins Stau­nen zu ver­set­zen. Die Flam­men wer­den hoch in den Him­mel leuch­ten und zumin­dest für einen Moment woh­li­ge Wär­me spenden.

Die­ses Jahr fin­den sich die Zümf­ter der Bovelzumft auf dem Bas­su­mer Advent am 26. und 27. Tage des Novem­bers an der Stifts­kir­che zu Bas­sum ein. An bekann­ter Stel­le bezie­hen wir unse­re Schen­ke und trei­ben aller­ley Schabernack.

Dar­über hin­aus beglei­ten der Bovel­voigt Tjel­var und sei­ne Unter­ge­be­nen die Sulin­ger Schüt­zen­gel­sell­schaft von 1896, die Bür­ger­park­ge­sell­schaft von 1875 und den Kut­scher Klub auf den neu­en Win­ter­Wun­der­Wald im Sulin­ger Bür­ger­park. Zum ers­ten Male soll dort am 17. Tage des Dezem­bers ein Markt abge­hal­ten wer­den. Gefei­ert und gelacht wird dann bis lan­ge in die Nacht hinein.

Kommt her­bei­ge­strömt und begeht mit uns die­se woh­li­gen Märk­te und Fes­ti­vi­tä­ten, um die Zeit bis zum nahen­den Weih­nachts­fest zu verkürzen.

Gez. De Bovelzumft

Termin bestätigt: Bovelmarkt 2017

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Der Dresch­bal­ken ist eine kräf­te­zeh­ren­de Dis­zi­plin – © Uwe Tächl

Eine kur­ze, aber den­noch wich­ti­ge Nach­richt ereil­te die Markt­meis­ter am ver­gan­ge­nen Freitag.

Der Ter­min für den zwei­ten Bovel­markt im Jah­re 2017 a.D. ist bestätigt.

Ein jeder ver­mag sich die Tage in sei­nem Kalen­der mar­kie­ren; sofern er denn des Schrei­bens mäch­tig ist.

Der Zwei­te Bovel­markt zu Bas­sum am Fuße der Burg Freu­den­berg fin­det am:

29. und 30. Tages im Juli des kom­men­den Jah­res 2017 

statt.

An eben die­sem Datum wird auch der amtie­ren­de Bovel­voigt sei­nen Titel gegen all die Anwär­ter ver­tei­di­gen müs­sen, die auf sein Amt schie­len und es ihm ent­rei­ßen wollen.

So sey­ed gespannt, denn wei­te­re Infor­ma­tio­nen fol­gen in den nächs­te Wochen.

Gez. Bal­de­win Bovel.

Tag der Region an der Freudenburg zu Bassum

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Der Bovel­voigt weiht sei­nen neu­en Thron ein und lässt dies auf einem Bild ver­ewi­gen – © De Bovelzumft – Geleb­tes Mit­tel­al­ter e.V.

Gar der vie­len Wor­te ver­mag ich nicht zu ver­lie­ren, doch uner­wähnt soll es nicht blei­ben, dies fabu­lö­se Fest, das man auch Tag der Regi­on nennt.

Für die Zumft war es ein­mal mehr ein wun­der­vol­ler Tag, voll Son­nen­schein, Vögel­ge­zwit­scher, vor­lau­ter Kom­men­ta­re und lus­ti­ger Pöbe­lei­en. Bereits zu mor­gend­li­cher Stund, als die Son­ne gera­de den Hori­zont erklomm, waren bereits die ers­ten Zümf­ter auf den Bei­nen, um das Lager auf­zu­schla­gen, die Taver­ne zu errich­ten und den Schwert­kampf abzu­ste­cken. Doch eins, das soll beson­de­re Erwäh­nung fin­den, denn die Zumft hat­te ein neu­es Mobi­li­ar zusam­men­zu­ste­cken – näm­lich den Thron des Bovel­voig­tes. In sei­ner voll­kom­me­nen Schön­heit und her­ab­wür­di­gen­den Deka­denz stand er nun dar, eben jener Stuh­le, der es wür­dig war, den Arsche des Voig­tes zu tragen.

Die­sen wun­der­ba­ren Moment woll­te die Bovelzumft auf ewig in bun­ten Gemäl­den fest­hal­ten und so wur­de eine gar fan­tas­ti­sche Male­rin ange­heu­ert. In zahl­rei­chen Bil­dern und Gemäl­den fing sie das Zeit­glas ein und ver­zau­ber­te es, auf das es inne hielt. In ver­schie­dens­ten Posen wur­den die Zümf­ter fest­ge­hal­ten. Die Meis­ten in natür­li­cher Schön­heit (so wie Bal­de­win mit sei­ner Fami­lie), ande­re in natür­li­cher Bos­haf­tig­keit, Nie­der­tracht oder Abscheu­lich­keit (wie etwa der Hen­ker oder die Stadt­wa­che) oder in einer kaum zu über­bie­ten­der Über­heb­lich­keit (wie etwa die Gauk­ler um den selbst ernann­ten König Die­go Funkenflug).

Doch genug der Wor­te um der­lei Bil­der. Der gute Schwert­meis­ter und sei­ne Schwert­küns­te sol­len nicht uner­wähnt blei­ben, da er wie­der in gro­ßem Stolz den bis­wei­len sehr toll­pat­schi­gen Stadt­wa­chen ver­such­te bei­zu­brin­gen, dass man doch ein Schwer­te am Knauf zu hal­ten ver­mag und nicht an der Schneide.

Zuletzt sol­len die groß­ar­ti­gen, ja fan­tas­ti­schen, ja phä­no­me­na­len Feu­er­spu­cker nicht uner­wähnt blei­ben, die unter größ­ter Gefahr ihres eige­nen Lebens mit dem Feu­er spiel­ten. Zumin­dest dürf­te das in etwa den Wort­laut wider­spie­geln, den sie selbst von sich behaup­te­ten. Nun will ich es ihnen nicht abspre­chen und sie loben und prei­sen für die Belus­ti­gung der Mas­se. Macht es mir doch die Arbeit leich­ter, den Leu­ten den ein oder ande­ren Taler zu entwenden…

Bovelmarkt 2016 an der Freudenburg zu Bassum

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Hei­den­lärm; gran­dio­se Musik von tol­len Künst­lern auf dem Bovel­markt – © Uwe Tächl

Was für ein ful­mi­nan­tes Mit­tel­al­ter­spek­ta­kel ist da am Sams­tag und Sonn­tag an der Freu­den­burg zu Bas­sum passiert?!

Bevor ich näher dar­auf ein­ge­he, hier eine kur­ze Dank­sa­gung an:

Alle Gäs­te, die den Markt am Sams­tag und/​oder Sonn­tag besucht haben, alle Händ­ler und Heer­la­ger, die teil­ge­nom­men haben, Wald­kauz, Hei­den­lärm, Robert Bla­ke, Feu­er Fre­ja, die Mark­va­ga­bun­den, das SSK, das THW, das DRK, die VHS, die Stadt Bas­sum, die Spar­kas­se Bas­sum, Mey­er Stra­ßen- und Tief­bau GmbH, Polar­licht, der Kul­tur- und Hei­mat­ver­ein Bas­sum und natür­lich De Bovelzumft.

Bovelmarkt-Samstag

Der angehende Bovelvoigt Tjelvar

Wer Bovel­voigt sein will, muss eini­ges drauf haben – © De Bovelzumft – Geleb­tes Mit­tel­al­ter e.V.

Der Bovel­markt öff­ne­te am Sams­tag, den 30. Juli um 12 Uhr erst­mals sei­ne Pfor­ten. Bereits nach kür­zes­ter Zeit waren die ers­ten Besu­cher auf dem Markt und Hei­den­lärm begann zu spie­len, wäh­rend sie eine Anhei­ter­run­de rings um die Freu­den­burg lie­fen. Was dann pas­sier­te war ein­fach gran­di­os. Immer mehr und mehr Besu­cher kamen auf das Gelän­de, dass es bereits am frü­hen Nach­mit­tag ordent­lich belebt war und zahl­rei­che Kin­der die Ange­bo­te der Zwer­gen­wie­se wahr­nah­men, auf dem Dresch­bal­ken klet­ter­ten, Lei­ter­golf spiel­ten oder Leder­säck­chen fer­tig­ten. Bis zum Nach­mit­tag kamen immer mehr Men­schen, um den ers­ten Bovel­markt zu Bas­sum will­kom­men zu hei­ßen. Zahl­rei­che Gewan­de­te waren unter ihnen und hauch­ten dem Markt ein gran­dio­ses Publi­kum­sam­bie­te ein. Allein am Sams­tag erfreu­ten sich meh­re­re Tau­send Besu­cher an Speis, Trank, Musik und bei der Wahl des neu­en Bovel­voig­tes auf dem Gelände.

Ins­be­son­de­re die letzt genann­te Akti­on erfreu­te zahl­rei­che Gäs­te und erhei­ter­te auch die Gemü­ter der Bovelzumft. Auf dem Dresch­bal­ken, beim Nageln mit der Axt, Stel­zen lau­fen, Pan­to­mi­me, beim Wett­ren­nen und im Schwert­kampf konn­te sich Tjel­var zu guter letzt durch­set­zen und den aktu­el­len Bovel­voigt, den Hen­ker, von sei­nem Thro­ne stürzen.

Zuletzt reis­te gar ein Tross sehr sym­pa­thi­scher Wei­ber und Damen an, die da den Abschied des Jung­ge­sel­lin­nen­le­bens gebür­tig fei­er­ten. Lei­der schwang gegen Abend das Wet­ter etwas um und es begann zu reg­nen. Doch die Musi­ker von Wald­kauz wuss­ten auch dar­auf die rich­ti­ge Ant­wort. Anstatt ein regu­lä­ren Auf­tritt auf der Büh­ne zu spie­len, luden sie die Zuschau­er auf eben die­se ein, da sie tro­cken und über­dacht war, gaben Auto­gram­me und über­rasch­ten mit einem Akus­tik­kon­zert. Erst am spä­te­ren Abend wardt es tro­cke­ner und die ersehn­te Feu­er­show konn­te den Abend abschließen.

Bovelmarkt-Sonntag

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Wald­kauz; wun­der­ba­re mit­tel­al­ter­li­che Klän­ge an der Freu­den­burg – © Wolf­gang Defort

Wenn gleich ich gar nicht alle Aktio­nen und Hel­den­ta­ten vom Sams­tag auf­zäh­len kann, so will ich den­noch am Sonn­tag wei­ter­ma­chen. Glück­li­cher­wei­se mein­te es der Wet­ter­gott gut mit uns und bescher­te uns einen ange­neh­men und freund­li­chen Sonn­tag, so dass die Markt­to­re am 31. Juli ab 11 Uhr geöff­net wer­den konn­ten. Kurz dar­auf bil­de­te sich auch schon eine Schlan­ge Besu­cher am Ein­lass, so dass bis kurz nach dem Mit­tag eine zwei­te Kas­se geöff­net wer­den musste.

Wäh­rend auf der Büh­ne Wald­kauz, Hei­den­lärm und Robert Bla­ke wie­der ihre tol­len Shows zum bes­ten gaben, war auch der SSK, so wie schon am Sams­tag, mit Schwert und Hieb mäch­tig dabei, den Besu­chern etwas zu bie­ten. Neben einem Thea­ter­stück und einer Mas­sen­schlacht, gab es auch einen Schild­wall, bei dem die Kin­der ange­sta­chelt wur­den, eben jenen zu über­ren­nen, um sich die Beloh­nung (eine Tru­he voll Gold) zu sichern. Vol­ler Élan und Enthu­si­as­mus stürm­ten sie auf die Stadt­gar­dis­ten zu und … über­rann­ten die­se, trotz ihrer schüt­zen­den Schil­der im Nu!

Am Nach­mit­tag schließ­lich begab sich der Bür­ger­meis­ter zu Bas­sum auf die Büh­ne und kür­te den neu­en Bovel­voigt Tjel­var, hob ihn in Amt und Wür­den und über­gab ihm sein Szep­ter und Man­tel. Unter tosen­dem Applaus und mit einem zuvor abge­hal­te­nen Markt­tanz begrüß­te die Bovelzumft und die Gäs­te ihren neu­en Voigt.

Ins­ge­samt ver­folg­ten aber­mals meh­re­re Tau­send Besu­cher am Sonn­tag das Gesche­hen auf dem Bovel­markt zu Bas­sum. Es waren gar so vie­le, dass im Radio eine Ver­kehrs­mel­dung rings um Bas­sum mit Stop and Go bzw. Zäh flie­ßen­dem Ver­kehr durch­ge­ge­ben wurde.

Hier geht’s zur Gale­rie mit zahl­rei­chen Bil­dern (u.a. von Uwe Tächl und Wolf­gang Defort).
Hier geht’s zu LEONNERI, die uns beim Nähen der wun­der­vol­len Wim­pel unter­stützt hat.

Und wenn gleich ich mich wie­der­ho­le, noch­mal ein herz­li­ches Dan­ke­schön an alle Men­schen, die dazu bei­getra­gen haben, ein so tol­les Fest zu feiern.

Auf bald, gehabt euch wohl!

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