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Tag der Region an der Freudenburg zu Bassum

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Der Bovelvoigt weiht seinen neuen Thron ein und lässt dies auf einem Bild verewigen – (c) De Bovelzumft – Gelebtes Mittelalter e.V.

Gar der vielen Worte vermag ich nicht zu verlieren, doch unerwähnt soll es nicht bleiben, dies fabulöse Fest, das man auch Tag der Region nennt.

Für die Zumft war es einmal mehr ein wundervoller Tag, voll Sonnenschein, Vögelgezwitscher, vorlauter Kommentare und lustiger Pöbeleien. Bereits zu morgendlicher Stund, als die Sonne gerade den Horizont erklomm, waren bereits die ersten Zümfter auf den Beinen, um das Lager aufzuschlagen, die Taverne zu errichten und den Schwertkampf abzustecken. Doch eins, das soll besondere Erwähnung finden, denn die Zumft hatte ein neues Mobiliar zusammenzustecken – nämlich den Thron des Bovelvoigtes. In seiner vollkommenen Schönheit und herabwürdigenden Dekadenz stand er nun dar, eben jener Stuhle, der es würdig war, den Arsche des Voigtes zu tragen.

Diesen wunderbaren Moment wollte die Bovelzumft auf ewig in bunten Gemälden festhalten und so wurde eine gar fantastische Malerin angeheuert. In zahlreichen Bildern und Gemälden fing sie das Zeitglas ein und verzauberte es, auf das es inne hielt. In verschiedensten Posen wurden die Zümfter festgehalten. Die Meisten in natürlicher Schönheit (so wie Baldewin mit seiner Familie), andere in natürlicher Boshaftigkeit, Niedertracht oder Abscheulichkeit (wie etwa der Henker oder die Stadtwache) oder in einer kaum zu überbietender Überheblichkeit (wie etwa die Gaukler um den selbst ernannten König Diego Funkenflug).

Doch genug der Worte um derlei Bilder. Der gute Carl von Stolzenau und seine Schwertkünste sollen nicht unerwähnt bleiben, da er wieder in großem Stolz den bisweilen sehr tollpatschigen Stadtwachen versuchte beizubringen, dass man doch ein Schwerte am Knauf zu halten vermag und nicht an der Schneide.

Zuletzt sollen die großartigen, ja fantastischen, ja phänomenalen Feuerspucker nicht unerwähnt bleiben, die unter größter Gefahr ihres eigenen Lebens mit dem Feuer spielten. Zumindest dürfte das in etwa den Wortlaut wiederspiegeln, den sie selbst von sich behaupteten. Nun will ich es ihnen nicht absprechen und sie loben und preisen für die Belustigung der Masse. Macht es mir doch die Arbeit leichter, den Leuten den ein oder anderen Taler zu entwenden…

Der Bovelvoigt entsendet eine Delegation zum Katharinenmarkt in Hoya

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Diego Funkenflug – der größte Standartenträger des Mittelalters (c) De Bovelzumft – Gelebtes Mittelalter e.V.

Am gestrigen Sonntag schickte der Bovelvoigt Tjelvar der Rote aus, um in seiner Begleitung, eine Delegation von Zümftern zum 24. Katharinenmarkt zu Hoya zu senden.

Genauso geschehen trafen gut vier Hände voll Zümfter auf dem Marktgelände ein und wurden höflichst von Marktmeister zu Hoya begrüßt und willkommen geheißen. Während Baldewin alle Hände voll zutun hatte, zog der Tross des Bovelvoigtes über das Gelände, erfreute sich an Händlern, Handwerkern und derlei Gestalten, schnackte hier und schnackte da, und trieb allerley Blödsinn. Während sich die Bovel-Bälger todesmutig von einem Turm auf ein weiches Kissen stürtzten, um ihre zukünftigen Fähigkeiten zu erproben, eine Leiter versuchten zu erklimmen oder durch einen Burggraben marschierten, half der Voigt und sein Geleit dabei, eines Knaben Großmutter wiederzufinden.
Nach lautem Gebrüll konnte die Damen gefunden und der Bub in Ihre Obhut übergeben werden. Und die Zumft? – die konnte weiterziehen, gen Bühne, wo gar wilde Tänze von Begabten und aufrichtige Musik von Musica dargeboten worden. Neben Sauferey und Fresserey schwangen auch einige die Axt, pöbelten Ritter an, um sich kurz darauf aus dem Staube zu machen oder zeigten ihre Künste mit dem Bogen. Der Henker zu Bassum bediente dabei eine gar merkwürdige Apparatur. Seelenfänger bezeichnete er diese und siehe da, es schien als könne er damit die Zeit anhalten. Wilde Zauberey!

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Die Leiter galt es zu erklimmen, die Kleinsten voran, die Größten staunen – (c) De Bovelzumft – Gelebtes Mittelalter e.V.

Ein gar schöner Sonntag ging zu Ende und es bleibt nicht mehr zu sagen, als herzlichen Dank nach Hoya an den Grafen und seine Gefolgschaft.

Schwertschaukampf Grundkurs Wochenende

Carl von Stolzenau

Der Schwertmeister Carl von Stolzenau begutachtet die Fortschritte seiner Knappen – (c) De Bovelzumft – Gelebtes Mittelalter e.V.

Was könnte ich ausholen und in aberwitzigen und überschwänglichen Ausschweifungen die wahrlich spannende Geschichte berichten, wie der Schwertmeister Carl von Stolzenau der Schule für Mittelalterlichen Schwertschaukampf zur Bovelzumft stieß. Lobeslieder würden gesungen und später in unübertroffenen Saufereyen und Fresereyen befeiert werden, ehe alle nur noch zu kriechen, zu sitzen oder zu liegen vermochten.

Doch ich verkneife mir eben dies und fasse mich kurz. Des einen schönen Tages kam der Schwertmeister wie auch der Beutelschneider Ihrer Profession nach – na ja und ihrer Zweitprofession, nämlich der des Fertigens der Zügel eines Drachens – kamen ins Gespräch und beschlossen die Bovelzumft zu rüsten. Und weil es so schön heißt: Ein Mann ein Wort und derer gleich zwei Männer da waren und zwei der Worte sprachen, war es also eine ausgemachte Sache. Einige Zümfter ließen sich an einem Wochenende des vergangenen Jahres in der Kunst des Schwertes unterweisen, nebenbei noch Schwertmeister demütigen und waren gar so erheitert von derlei Handwerk, dass es zu regelmäßige Übungsterminen kam.

Schwertschaukampf

Schwertschaukampf-Training am 13. und 14. August in Bassum (c) De Bovelzumft – Gelebtes Mittelalter e.V.

Lange Rede kurzer Sinn. Carl von Stolzenau war ob der Leichtigkeit, mit der er die Zümfter ausbildete unterfordert und beschloss weitere Schwertgesellen im Umgang mit der Waffe vertraut zu machen. So also geschehen am vergangenen Wochenende, den 13. und 14. des Augustes, zu Bassum. Seinen eigenen Worten zu Folge hatte er „ordentlich zutun“, schließlich wollten 18 (Acht und Zehn) Knappen gleichzeitig das Schwingen des silbrigen Eisens erlernen und so bot sich ein gar imposanter Anblick und eine tolle Geräuschkulisse, als die Klingen einander kreuzten und der Schwertmeister zwischenzeitlich seine Befehle durch die Halle brüllte. Zwischenzeitlich, so ließ ich es mir zutragen, sprach der Herr Lehrmeister auch mit dem seinen Schwerte; so heißt es, er würde ihm gut zureden. Doch ich will mir darüber lieber nicht mehr Gedanken machen, als notwendig. Diese Ritter und Ritterlichkeiten waren mir schon immer etwas merkwürdig.

Im Übrigens verstand ich auch nie, warum der Herr Schwertmeister immer für Elise daherschallte, ehe er gewaltsam auf einen Knappen mit dem Schwerte einschlug und warum ein Schwertmeister überhaupt in einer solchen Lautstärke sprach.
Einerlei soll es mir sein, schließlich hört man dann auf, wenn es am Schönsten ist – fürwahr ich versuchte mich auch am Schwerte. Für mich zweifelsohne war der Punkt des Schönstens schon gewesen, darum hing ich das meine Schwert an den Nagel und befasste mich derlei mit dem Dolche – ist der doch lange nicht so unhandlich und sperrig und eignet sich überhaupt viel besser zum Beutelschneiden.

Gez. Baldewin

 

Bovelmarkt 2016 an der Freudenburg zu Bassum

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Heidenlärm; grandiose Musik von tollen Künstlern auf dem Bovelmarkt – (c) Uwe Tächl

Was für ein fulminantes Mittelalterspektakel ist da am Samstag und Sonntag an der Freudenburg zu Bassum passiert?!

Bevor ich näher darauf eingehe, hier eine kurze Danksagung an:

Alle Gäste, die den Markt am Samstag und/oder Sonntag besucht haben, alle Händler und Heerlager, die teilgenommen haben, Waldkauz, Heidenlärm, Robert Blake, Feuer Freja, die Markvagabunden, das SSK, das THW, das DRK, die VHS, die Stadt Bassum, die Sparkasse Bassum, Meyer Straßen- und Tiefbau GmbH, Polarlicht, der Kultur- und Heimatverein Bassum und natürlich De Bovelzumft.

Bovelmarkt-Samstag

Der angehende Bovelvoigt Tjelvar

Wer Bovelvoigt sein will, muss einiges drauf haben – (c) De Bovelzumft – Gelebtes Mittelalter e.V.

Der Bovelmarkt öffnete am Samstag, den 30. Juli um 12 Uhr erstmals seine Pforten. Bereits nach kürzester Zeit waren die ersten Besucher auf dem Markt und Heidenlärm begann zu spielen, während sie eine Anheiterrunde rings um die Freudenburg liefen. Was dann passierte war einfach grandios. Immer mehr und mehr Besucher kamen auf das Gelände, dass es bereits am frühen Nachmittag ordentlich belebt war und zahlreiche Kinder die Angebote der Zwergenwiese wahrnahmen, auf dem Dreschbalken kletterten, Leitergolf spielten oder Ledersäckchen fertigten. Bis zum Nachmittag kamen immer mehr Menschen, um den ersten Bovelmarkt zu Bassum willkommen zu heißen. Zahlreiche Gewandete waren unter ihnen und hauchten dem Markt ein grandioses Publikumsambiete ein. Allein am Samstag erfreuten sich mehrere Tausend Besucher an Speis, Trank, Musik und bei der Wahl des neuen Bovelvoigtes auf dem Gelände.

Insbesondere die letzt genannte Aktion erfreute zahlreiche Gäste und erheiterte auch die Gemüter der Bovelzumft. Auf dem Dreschbalken, beim Nageln mit der Axt, Stelzen laufen, Pantomime, beim Wettrennen und im Schwertkampf konnte sich Tjelvar zu guter letzt durchsetzen und den aktuellen Bovelvoigt, den Henker, von seinem Throne stürzen.

Zuletzt reiste gar ein Tross sehr sympathischer Weiber und Damen an, die da den Abschied des Junggesellinnenlebens gebürtig feierten. Leider schwang gegen Abend das Wetter etwas um und es begann zu regnen. Doch die Musiker von Waldkauz wussten auch darauf die richtige Antwort. Anstatt ein regulären Auftritt auf der Bühne zu spielen, luden sie die Zuschauer auf eben diese ein, da sie trocken und überdacht war, gaben Autogramme und überraschten mit einem Akustikkonzert. Erst am späteren Abend wardt es trockener und die ersehnte Feuershow konnte den Abend abschließen.

 

Bovelmarkt-Sonntag

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Waldkauz; wunderbare mittelalterliche Klänge an der Freudenburg – (c) Wolfgang Defort

Wenn gleich ich gar nicht alle Aktionen und Heldentaten vom Samstag aufzählen kann, so will ich dennoch am Sonntag weitermachen. Glücklicherweise meinte es der Wettergott gut mit uns und bescherte uns einen angenehmen und freundlichen Sonntag, so dass die Markttore am 31. Juli ab 11 Uhr geöffnet werden konnten. Kurz darauf bildete sich auch schon eine Schlange Besucher am Einlass, so dass bis kurz nach dem Mittag eine zweite Kasse geöffnet werden musste.

Während auf der Bühne Waldkauz, Heidenlärm und Robert Blake wieder ihre tollen Shows zum besten gaben, war auch der SSK, so wie schon am Samstag, mit Schwert und Hieb mächtig dabei, den Besuchern etwas zu bieten. Neben einem Theaterstück und einer Massenschlacht, gab es auch einen Schildwall, bei dem die Kinder angestachelt wurden, eben jenen zu überrennen, um sich die Belohnung (eine Truhe voll Gold) zu sichern. Voller Elan und Enthusiasmus stürmten sie auf die Stadtgardisten zu und … überrannten diese, trotz ihrer schützenden Schilder im Nu!

Am Nachmittag schließlich begab sich der Bürgermeister zu Bassum auf die Bühne und kürte den neuen Bovelvoigt Tjelvar, hob ihn in Amt und Würden und übergab ihm sein Szepter und Mantel. Unter tosendem Applaus und mit einem zuvor abgehaltenen Markttanz begrüßte die Bovelzumft und die Gäste ihren neuen Voigt.

Insgesamt verfolgten abermals mehrere Tausend Besucher am Sonntag das Geschehen auf dem Bovelmarkt zu Bassum. Es waren gar so viele, dass im Radio eine Verkehrsmeldung rings um Bassum mit Stop and Go bzw. Zäh fließendem Verkehr durchgegeben wurde.

 

Hier geht’s zur Galerie mit zahlreichen Bildern (u.a. von Uwe Tächl und Wolfgang Defort).
Hier geht’s zu LEONNERI, die uns beim Nähen der wundervollen Wimpel unterstützt hat.

 

Und wenn gleich ich mich wiederhole, nochmal ein herzliches Dankeschön an alle Menschen, die dazu beigetragen haben, ein so tolles Fest zu feiern.

 

Auf bald, gehabt euch wohl!

Bovelmarkt 2016 – es beginnt

Bovelmarkt in den Startlöchern

Die Vorbereitungen für den Bovelmarkt laufen – (c) De Bovelzumft – Gelebtes Mittelalter e.V.

Seit etwa zwei Wochen gibt es nur noch ein einziges Thema: der Bovelmarkt.

Vor gut zwei Wochen hatten wir mit der Plakatierung in sämtlichen umliegenden Gemeinden begonnen und sage und schreibe 160 Plakate aufgehangen. Zudem waren insgesamt sieben Banner in und um Bassum sowie individuelle Bovelmarkt-Ortseingangstafeln aufgestellt worden.
Am 28. Juli, also gestern hatten wir bereits die Bauzäune, die wir dankenswerter Weise kostenlos von Meyer Straßen- und Tiefbau GmbH zur Verfügung gestellt bekommen haben abgeholt, sowie die wichtigsten Utensilien auf den Anhänger des THW aufgeladen.

Heute, am 29. Juli begann nun der Aufbau der Bovelzumft-Stände, sowie der Zwergenwiese. Wenn gleich wir uns bereits um 10 Uhr an der Freudenburg getroffen hatten, waren die letzten Helfer erst gegen 21 Uhr wieder zuhause. Dafür war die Taverne „Zum Flinken Fert“ fertig geschmückt und gesäubert, die Zwergenwiese stand komplett und die Lagerzelte waren aufgeschlagen. Darüber hinaus trudelten nach und nach die Händler und Heerlager ein, um ihre Stände und Zelte aufzubauen.

Außerdem hatten wir die Möglichkeit bereits die freundlichen Musiker von Waldkauz kennen zu lernen. Gegen Abend reiste dann auch noch Heidenlärm an, um noch einen zu heben, jedoch waren alle nur noch mit sich selbst beschäftigt … 🙂

Nur noch einmal schlafen und dann geht es los … 🙂

Erster Raubzug der Birsinia Syød

Kaum zusammengeschlossen hat die Birsinia Syød schon ihren ersten Raubzug geplant.

Auf diesem wird zwar kein Gold und Silber geplündert, dafür Wissen um alte Handwerkskünste und das Leben der Altvorderen.

Vom 16. bis 17. April begeben sich die Nordleute der Bovelzumft auf nach Wallsbüll in Schleswig-Holstein.
Dort steht eine wikingerzeitliche Hofanlage, welche vom Valsgaard e.V. betrieben wird.
Auf dieser werden die Zümfter nicht nur Wikinger darstellen, denn die Hofanlage ist ein von Besuchern frequentiertes Museumsdorf, sondern auch allerlei altem Handwerk nachgehen und Gedanken austauschen.

Übernachtet wird dabei ganz traditionell in dem Langhaus, in dem am Tage gewohnt, gegessen und auch gearbeitet wird.

Wer Interesse hat wendet sich an Jarl Ragi.
Es gibt noch Möglichkeiten sich dem Raubzug anzuschließen.

Thing des Nordvolkes

Erstes Thing

Thing der Nordmänner – Stilecht im Schnee – (c) De Bovelzumft – Gelebtes Mittelalter e.V.

Das Thing des Nordvolkes ist vorbei! Jarl Ragi wurde von allen Anwesenden einstimmig gewählt. Es war ein sehr schönes Zusammentreffen an der Hünenburg zu Twistringen, dessen sehr tolles Ambiente noch durch Schnee aufgewertet wurde. Nachdem ein Feuer entzündet wurde und sich die versammelten Nordländer ein wenig austauschten, wurde bei schwindenden Tageslicht Gruppen und auch Einzelbilder geschossen, um anschließend die Tagesordnung zu besprechen. Es wurde der Name der Sippe bestimmt und ein dazu passendes Wappen entworfen. Im Anschluss wurde der Jarl gewählt, welcher für ein Jahr die Sippe führt.

Der Name des Nordmann Verbundes lautet von nun an: Birsina Syød (Birsina = Bassum im Jahr ca. 858, Syød = Sippe)

Dann tauschten sich alle Anwesenden über ihre Vorstellung unseres Sippenwappen aus.

Der Vegvisir (Wegweiser), dieses Zeichen soll helfen, auch im Sturm und bei schlechtem Wetter, nie seinen Weg zu verlieren. Darüber kommt Freyrs Eber, Gullinborsti. Er steht für Kraft und Potenz. Seine Borsten versprühen Funken und erhellen das Dunkel.

Zu guter Letzt haben wir uns die Kälte, mit Hilfe von heißem Met und Gulasch, aus den Knochen vertrieben. Ebenso gab es wie eine kleine Musikeinlage von Tjielvar und mir.

PS.: Wir sind und bleiben natürlich Teil der Bovelzumft und sind kein weiterer Verein. Wir bleiben mit Herzen Zümfter der Bovelzumft.

Videoaufnahmen an der Freudenburg

Schwertschaukampf

Nun gilt es das gelernte in die Tat umzusetzen – (c) De Bovelzumft – Gelebtes Mittelalter e.V.

Am kommenden Samstag, zu früher Stund, wenn die goldene Himmelsscheibe noch rötlich am Horizont schimmert, um den Tag einzuläuten, treffen sich die Zümfter an der Freudenburg, um einige Videoaufnahmen (welch Zauberkasten) vom Schwertkampf vor historischer Kulisse zu machen. Die Aufnahmen werden aller Voraussicht nach für eine Crowdfunding-Kampagne für den anstehenden Mittelaltermarkt verwendet werden. Begonnen wird ab 9 Uhr in der Früh. Neben Schwertkämpfern werden auch Statisten dabei sein (müssen), die als Prügelknaben herhalten müssen. Irgendjemand muss ja dafür Sorge tragen, dass die Schwertgesellen in einem guten Licht dastehen…

Bovelfeier 2015 – der erste Bovelvoigt wird gewählt

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Human Fortress, Thomas Zettelmann und De Bovelzumft beim Video-Dreh – (c) De Bovelzumft – Gelebtes Mittelalter e.V.

Etwas später als gewohnt, schreibe ich ein kleines Resümee zur Bovelfeier 2015. Aber wie heißt es so schön: „Besser spät, als nie.“

Viel Zeit, Gehirnschmalz und Schweiß hat uns unsere Jahresfeier, die Bovelfeier 2015 gekostet. Und im Grunde genommen war sie eine vorgezogene Geburtstagsfeier, die das Bestehen des Vereins, seit einem Jahr, mit großen Tamtam besiegeln sollte. Genau das hat sie auch getan, vermutlich sogar mit mehr Tamtam, als wir uns das ursprünglich vorgestellt hatten. Doch durch die Kooperation mit der Rockband „Human Fortress“ wurde unser Fest zu etwas Größerem, zu etwas Besonderem, als wir uns das hätten vorstellen können.

Der Aufbau begann bereits am Tag zuvor, als wir die Szenerie-Stände des Marktes für das Musikvideo aufstellten und die beiden Heerlageristen bereits anreisten. Nein! – Halt! – Der Aufbau begann sogar bereits zwei Tage vorher, als unser Schmiedeamboss eintraf. Es hat uns schon einiges Kopfzebrechen bereitet, dieses 250 Kilo Monstrum von der Straße, auf das Feld zu bewegen! Doch die pure Manneskraft sollte des Rätsels Lösung sein. Und nachdem der Amboss einmal platziert war und keiner mehr Willens, das Ding zu bewegen, entschlossen wir uns am darauf folgenden Tag den Markt rings um den Amboss zu bauen. Das klappte ganz wunderbar.

Am Samstag dann begann der Tag mit dem Aufbau der Video- und Kamerautensilien, denn wir nutzten unsere Bovelfeier zu einer Kooperation mit der bekannten Hannoveraner Rockband „Human Fortress“, die das Video für Ihre neue Singleauskopplung des kommenden Albums im mittelalterlichen Stile auf unserem Markt drehen wollten. Mit ein paar kleinen Hindernissen und neu entstandenen Freundschaften meisterten wir den Dreh, zusammen mit der Band und dem Filmteam mit pravour.

Anschließend gab es die Wahl zum Bovelvoigt 2015. In einem erbitterten Kampf fochten sieben willige Kontrahenten um den begehrten Titel. Sie warfen Äxte, sprangen mit Säcken, vermöbelten sich auf dem Dreschbalken, besoffen sich, um am Ende festzustellen, dass sie gegen den erbarmungslosen Henker keine Chance hatten. Und so kam es, dass der erste Bovelvoigt der Bovelzumft zu Bassum eben der Henker ward. Mit neunem Umhang und Rechtschaffenheitsstab soll er nun weniger Angst und Schrecken, denn mehr Ruhm und Ehrbarkeit vermitteln und die Bovelzumft in die Weite Welt hinaustragen.

Neben all diesen wilden Aktionen durfte natürlich Sauferei und Fresserei nicht fehlen und so kippte man sich an diesem heißen Tag Met und Kirschbier hinter die Binde, während der Bovelkoch die dollsten Leckereien aufbahrte. Bei Musik und Geschwafel klang der Abend am Feuer aus. Und während die einen sich noch zu später Stund auf dem Dreschbalken die Zähne ausschlugen, rotzten die anderen atemberaubende Feuerbälle gen Himmel, eh der letzte Pöbel in seinem Zelt vor Erschöpfung umfiel.

Ach so: Die Bilder der Festivitäten findet ihr natürlich in unserer Galerie oder hier!

 

Wohl an und auf ein erfolgreiches weiteres Jahr mit der Bovelzumft!

Kooperation mit Rock-Band Human Fortress

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Die Hannoveraner Meldoic-Metal-Band Human Fortress

Wie die Meisten von euch wissen, sind es nur noch wenige Nächte, bis zur großen Bovelfeier, dem einjährigen Jubiläum sowie der Wahl des allerersten Bovelvoigtes zu Bassum.

Überdies gibt es weitere großartige Neuigkeiten. Am selbigen Tage werden wir mit der bekannten Hannoveraner Rock-Band „Human Fortress“, das Musikvideo zu ihrem neuen Song aufnehmen. Natürlich wird das Thema des Videos im Mittelalter spielen und wir werden alle Hände voll zutun haben, eine großartige und authentische Szenerie darzustellen. Es wird Aufnahmen auf einem Marktplatz geben, Pferde werden eine wichtige Rolle spielen, Diebe und auch Feuer wird nicht zu kurz kommen. Mehr können und wollen wir aber noch nicht verraten.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und sind später auf das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit sehr gespannt. Sobald das Video auf Youtube verfügbar ist und offiziell released wurde, werden wir das natürlich hier verlinken.

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