Category Archives: Boveltenzeler

Weihnachtsfeier der Tenzeler, der Poi-Gruppe und der Freikämpfer

Am 14. Tage des Dezem­bers, als küh­le Win­de durch das Bovel­land stri­chen und sich das Jahr sei­nem Ende zuneig­te, ver­sam­mel­ten sich die Bovel­ten­ze­l­er, die Poi-Grup­pe und die Frei­kämp­fer zu ihrer gemein­sa­men Weihnachtsfeier.

Ein freu­di­ges, fröh­li­ches und fried­vol­les Mit­ein­an­der erfüll­te die Turn­hal­le zu Bramstedt. Nach­dem das berühm­te Bovel­buf­fett auf­ge­baut war, ver­gnüg­ten sich alle zunächst beim Tanz einer „Unga­re­s­ca“ und stimm­ten sich so beschwingt auf den Abend ein.

In besinn­li­cher Run­de lausch­ten die Anwe­sen­den der Geschich­te des Advents­kran­zes. Beim anschlie­ßen­den Quiz mit his­to­ri­schen und mit­tel­al­ter­li­chen Fra­gen konn­ten vie­le mit beacht­li­chem Wis­sen glän­zen. Dass der rot-wei­ße Weih­nachts­mann eine Erfin­dung eines Her­stel­lers brau­ner Zucker­li­mo­na­de ist, über­rasch­te dabei niemanden.

Es wur­de geges­sen, getrun­ken und herz­lich gelacht, und die gemein­sa­me Zeit ver­ging wie im Flu­ge. Bevor schließ­lich die Heim­rei­se ange­tre­ten wur­de, tanz­te man noch einen „Tour­di­on“ sowie die belieb­te „Blue Flag“. Auch ers­te Ver­su­che, die Poi zum Schwin­gen zu brin­gen, durf­ten nicht feh­len – was sich für man­che als schwie­ri­ger erwies als erwartet.

Die Bovel­ten­ze­l­er, die Poi-Künst­ler und die Frei­kämp­fer wün­schen allen fröh­li­che Weihnachten.

Text und Bil­der: Jörn Kastens

Bassumer Adventsmarkt

Seit vie­len Jah­ren ist die Bovelzumft fes­ter Bestand­teil des Bas­su­mer Advents­mark­tes, der am ers­ten Advents­wo­chen­en­de unter dem Mot­to „mit­ten­drin & herz­er­wär­mend“ stattfindet.

Am 29.11. & 30.11.2025 war es wie­der soweit: Der Stifts­hü­gel erstrahl­te in weih­nacht­li­chem Glanz. An unse­rer Taver­ne „Zum Flin­ken Ferd“ gab es hei­ßen Kakao und ande­re köst­li­che Heiß­ge­trän­ke. Unser Faxe Fun­ken­flug ver­wöhn­te die Besu­cher mit wär­men­der Lin­sen­sup­pe aus sei­ner Suppenküche.


Unse­re Ten­ze­l­er prä­sen­tier­ten his­to­ri­sche Tän­ze: Die „Unga­re­s­ca“ aus dem Hoch­mit­tel­al­ter, die „Blue flag“ aus dem 19. Jahr­hun­dert und der „Win­ter Sol­sti­ce“ gehö­ren zu ihrem Reper­toire. Die zum letz­ten Tanz ein­ge­la­de­nen Besu­cher hat­ten viel Spaß und mach­ten eine sehr gute Figur.


Ein beson­ders herz­er­wär­men­des Erleb­nis war der Auf­tritt unse­rer Bovel­mu­siküs­se in der Stifts­kir­che. Auf sel­ten gehör­ten Instru­men­ten wie alten deut­schen Dudel­sä­cken, einer lie­be­voll restau­rier­ten Tenor­fi­del, Man­do­li­ne und Gems­flö­ten wur­den alte Lie­der gespielt. Die Atmo­sphä­re und die Akus­tik der alten Mau­ern fes­sel­ten die Zuhö­rer sofort.


Im Lager der Bovelzumft sorg­ten Feu­er­scha­len für woh­li­ge Wär­me. Hier ver­sam­mel­ten sich vie­le Men­schen, um Glüh­wein zu trin­ken, Brat­wurst zu essen und die gemein­sa­me Zeit zu genießen.


Gro­ße Begeis­te­rung und spek­ta­ku­lä­re, feu­ri­ge Momen­te gab es am Sams­tag­abend bei der Feu­er­show unse­res Bovel­feu­ers. Klir­ren­de Feu­er­schwer­ter, fan­tas­ti­sche Feu­er­spu­cker und gra­ziö­se Fächer­tän­ze ver­wan­del­ten die Dun­kel­heit in ein glü­hen­des Fun­ken- und Flammenmeer.

Ein wei­te­res High­light war die Ver­lo­sung von Tickets für das Kon­zert mit DARTAGNAN und Reli­quiæ vom Bas­sum Open­Air sowie für den Bovel­markt im Som­mer 2026.

Dan­ke für die schö­ne Zeit. Dan­ke an die Stadt Bas­sum für das gelun­ge­ne und unver­gess­li­che Wochen­en­de. Dan­ke an die zahl­rei­chen Besu­cher. Wir freu­en uns schon auf das nächs­te Jahr.

Wir wün­schen allen eine besinn­li­che Vorweihnachtszeit.

Text und Bil­der: Jörn Kastens

Bovelmarkt 2025 Line-Up

Es erfreut uns sehr, euch mit­tei­len zu dür­fen, dass das künst­le­ri­sche Line-Up für den Bovel­markt 2025 fest­steht.
Wie auch in den letz­ten Jah­ren, beglei­ten auch dies­mal wie­der zahl­rei­che Musi­ker und Artis­ten den Bovel­markt und wer­den ent­spre­chend das Pro­gramm für das gesam­te Wochen­en­de gestalten.

Am Frei­tag eröff­net kei­ne gerin­ge­re Band, als unse­re lie­ben Freun­de von Schand­maul den Bovel­markt.
Bereits im Jahr 2019 haben sie den Bovel­markt zum ers­ten Mal besucht und mit ihrem feins­ten Mit­tel­al­terfolk­rock die Büh­ne vibrie­ren las­sen.
Beglei­tet wer­den sie dabei vom hei­ßes­ten Scheiß der Mit­tel­al­ter­sze­ne, näm­lich Kup­fer­gold. Wir freu­en uns rie­sig, die­se For­ma­ti­on auf dem Frei­tags­kon­zert begrü­ßen zu dür­fen. Und um das gan­ze abzu­run­den, tref­fen wir eben­falls in die­sem Jahr Rauh­bein, die ein pures Feu­er­werk von iri­scher Musik rocken.

Am Sams­tag und Sonn­tag tum­meln sich das abso­lu­te Aus­nah­me­ta­len­te auf dem Markt­ge­län­de, so wird uns Soul­hi­kers am Sams­tag­abend mit einem ful­mi­nan­ten Kon­zert beglü­cken. Unver­meyd­bar, die sich selbst als die etwas ande­re Mit­tel­al­ter­band bezeich­nen, spielt mehr­fach am Tag auf, genau­so, wie Nacht­wind­heim, die schö­ne Musik, für schö­ne Men­schen machen. Jona­than Roth Deblon lässt schließ­lich mit­tel­al­ter­li­che Klän­ge und moder­ne Arran­ge­ments mit­ein­an­der verschmelzen.

Für Scha­ber­nack sorgt kein ande­rer als Nar­ren­kai, DER Hof­narr und Gauk­ler. Das Bovel­feu­er wird uns zusätz­lich wie­der ein­hei­zen, die Bovel­mu­siküs­se zei­gen ihre Klang­küns­te und die Schau­kampf­grup­pe Utholm wer­den ihre Schwert- und Axt­küns­te zum bes­ten geben.
Freut euch auf ein reges Trei­ben mit Schwert­kampf, Tän­zen und ver­rück­ten Shows auf dem Kampfplatz.

Und natür­lich wird die all­seits belieb­te Zwer­gen­wie­se mit unzäh­li­gen Kin­der­an­ge­bo­ten und Mit­mach­ak­tio­nen nicht fehlen.

Seid auch auf der Hut, denn die Kata­pul­te im Heer­la­ger wer­den nicht ruhen. Es heißt also wie­der, „Köp­fe einziehen!“

Das wird ein wun­der­ba­rer Bovelmarkt!

Bovelmarkt 2022 – der Zusammenschnitt

Nun ist er schon wie­der Geschich­te: DER Mit­tel­al­ter­markt. Der Bovel­markt 2022. Wir haben so lan­ge dar­auf hin­ge­ar­bei­tet, sind zwei Mal hin­ge­fal­len, wie­der auf­ge­stan­den, haben uns abge­putzt und wei­ter gemacht. 

Die Lor­bee­ren durf­ten wir alle ern­ten: ein unglau­b­li­scher, ein fan­tas­ti­scher und ful­mi­nan­ter Markt fand vom 29.07 bis 31.07 zum Fuße der Freu­den­burg in Bas­sum statt. VERSENGOLD hat ihn gemein­sam mit RELIQUIAE eröff­net. Die Markt­ta­ge am Sams­tag und Sonn­tag waren dann gepickt von zahl­rei­chen High­lights: Musik von Obscu­ra­tis, Rit­ter­sporn und den Bovel­mu­siküs­sen. Gauk­ler Cyra­no brach­te das Volk zum lachen und jubeln. Die Schwert­kämp­fer aus den Lagern der Bovel­d­ach­se, dem Har­zer Heer­la­ger, der Schau­kampf­grup­pe Utholm und dem Deut­schen Schwert­or­den brach­ten uns alle zum Stau­nen. Das hei­ße Bovel­feu­er erhell­te die Nacht des Sams­tags in einer 30-minü­ti­gen Show und das Volk jubelierte. 

Es gab so vie­le Din­ge zu sehen, zu ver­ste­hen und zu bestau­nen, für Groß und Klein. Allein die Zwer­gen­wie­se hat ihre Flä­che erheb­lich erwei­tert und das Ange­bot um zahl­rei­che Spie­le ver­grö­ßert: Kin­der-Rit­ter­tur­nie­re, Schatz­su­chen, Schnit­zel­jag­ten, Bas­te­l­an­ge­bo­te, Was­ser­bah­nen u.v.m.

Das Heer­la­ger erober­te die Flä­che vor der Freu­den­burg und brei­te­te sich der­art weit aus, dass den Burg­her­ren Angst und Ban­ge wur­de. Nicht zuletzt, weil Bela­ge­rungs­waf­fen, wie Tri­bok und Kano­ne Hand in Hand gin­gen, und das edle Gemäu­er bedrohten.

Wir freu­en uns alle auf das Jahr 2023. Bleibt gespannt und bleibt uns treu. Wir hal­ten euch schon bald auf dem Lau­fen­den, womit ihr rech­nen dürfte.

In die­sem Sin­ne, Jubel an alle Gäs­te und Beschicker!

De Bovelzumft.

Der WinterWunderWald zu Sulingen wird mittelalterlich!

Wenn am Sams­tag vor dem drit­ten Advent vier­zehn Dezem­ber­ta­ge gezählt sind, öff­net der Wind­er­Wun­der­Wald zu Sulin­gen wie­der sei­ne Tore. Auch in desem Jahr wer­den die warm ein­ge­pack­ten Mai­den und Recken der Bovelzumft zu Bas­sum für mit­tel­al­ter­li­ches Ambi­en­te im Bür­ger­park sor­gen. Mit hei­ßem Met, gerupf­ter Sau, Feu­er, Tanz, Musik und aller­lei Hand­ge­mach­tem ver­sü­ßen wir die Advents­zeit. Angeb­lich soll sogar der Niko­laus vorbeischauen…

Bovelmarkt 2019 Resümee

Da freut man sich ein gan­zes Jahr lang auf den Bovel­markt und wusch ist er schon wie­der vor­bei. Nicht umsonst heißt es wohl, Vor­freu­de ist die schöns­te Freu­de. Und die war wirk­lich groß, nicht zuletzt, weil es eine gra­vie­ren­de und posi­ti­ve Ände­rung beim Gesamt­kon­zept des Bovel­mark­tes gab. Wäh­rend Die­go Fun­ken­flug alles mög­li­che in Bewe­gung setz­te, um den Bovel­markt einen Tag län­ger zu machen (immer­hin war Jahr des Gauk­lers), berei­te­ten sich die sonst vor allem durch Sauf­ge­la­ge auf­fal­len­den Stadt­wa­chen see­lisch und ein wenig auch kör­per­lich auf eine Extra­auf­ga­be vor. Es soll­te gelin­gen. Und so begab es sich, dass auch am Frei­tag bereits Markt gehal­ten wurde.

Schau­kampf­grup­pe Utholm – Gefahr ist ihr zwei­ter Vor­na­me. Von allen!

Freitag: Im Namen der Schandmäuler

Schand­maul heiz­te trotz der Wüs­ten­tem­pe­ra­tu­ren noch mehr ein. Es war also dop­pelt heiß.

Bereits am Don­ners­tag, im Nor­den auch als Thors­tag bekannt, began­nen alle Lager und Händ­ler damit, ihre Zel­te auf­zu­bau­en und Wagen vor­zu­fah­ren. Der Auf­bau­wahn soll­te bis zum Frei­tag-Nach­mit­tag andau­ern. Immer­hin nicht umsonst, denn es wur­de hoher Besuch erwar­tet. Mit einer moder­nen Kut­sche, groß, wie ein Schiff und merk­wür­di­ger­wei­se fahr­tüch­tig ohne Pfer­de oder Och­sen vor­an, reis­ten sechs nam­haf­te Tro­ba­do­re, die sich selbst den Namen Schand­maul gaben, an. Und so hör­ten tau­sen­de den Ruf des Die­go Fun­ken­flug, der sich unter tosen­dem Jubel auf die Büh­ne begab, um eine Lobes­hym­ne auf sich selbst und natür­lich die Künst­ler zu sin­gen. So betra­ten am Abend zunächst Wald­kauz und anschlie­ßen Schand­maul die Fest­lich­kei­ten, um das Publi­kum mit Gesang, Licht und Musik zu ver­zau­bern. Ein wahr­lich groß­ar­ti­ger Abend.

Samstag: Die Pest macht sich breit

Zum Glück befrei­te der Pest­dok­tor mit sei­nen Gehil­fen den markt von den Kran­ken widerlich!

Naja und wie das eben so ist, wenn vie­le Men­schen auf Hauf sind, so ist die Rat­te, die Pla­ge und somit auch die Pest nicht weit. Der Sams­tag begann zunächst mit hei­te­rem Son­nen­schein, der sich zu einer back­ofen­ar­ti­gen Son­nen­bren­nen ent­wi­ckel­te. Bei gut 35 Grad ohne Wol­ken und Regen brauch man sich nicht zu wun­dern, dass sich Krank­heits­kei­me aus­brei­ten und man ver­mehrt aus Ecken und Win­keln des Mark­tes ein Hus­ten und Keu­chen hör­te. Ver­lo­ren glaub­ten sich schon vie­le und beklag­ten ihre Angst bei Bovel­voigt. Die­ser wink­te aber ab, war er doch gera­de damit beschäf­tigt sein Amt gegen neun ande­re Wider­sa­cher bei der Bovel­voigt-Wahl zu ver­tei­di­gen. Immer­hin hieß es, all sei­ne Sin­ne bei­sam­men zu haben, beim Eier­lauf, Turm­bau, Buch­sta­bie­ren, Dresch­bal­ken, Hoch­wer­fen und zu guter Letzt auf dem Klötz­chen ste­hen. Die­go ver­sag­te auf gan­zer Linie und muss­te sich einem Wider­sa­cher aus den eige­nen Rei­hen geschla­gen geben: Faxe Fun­ken­flug – noch ein Jahr des Gauk­lers. Was solls! Die Stim­men im Vol­ke wur­den lau­ter auf Grund der Pest­kran­ken. Und so ver­füg­te Die­go in sei­ner letz­ten Amts­hand­lung, den Pest­dok­tor auf den Plan zu rufen. Die­ser trieb mit Hil­fe von gar merk­wür­di­gen Gestal­ten und Mons­tro­si­tä­ten, wie Seke­lett­män­nern und Gefal­le­ne­nen Engeln, die Kran­ken zusam­men, um sie vom Mark­te zu schaf­fen und die Sicher­heit wie­der her­zu­stel­len. Vol­ler Freu­de spiel­ten die Musi­ca Wald­kauz und Die Ver­trie­be­nen wie­der auf, erfreu­ten das Volk und führ­ten sie in einen atem­be­rau­ben­den und ange­neh­men Abend mit dem gefähr­li­chen Bovel­feu­er. Bis­wei­len mun­kelt man, was tat­säch­lich im Feu­er­ham­mer brann­te, waren es die Gebei­ne der Pest­kran­ken – immer­hin schwang Die­go den Ham­mer höchst­selbst oder doch nur Pech? Wie wis­sen es nicht.

Sonntag: Faxe wird Voigt

Der neue Bovel­voigt Faxe Fun­ken­flug wird ver­ei­digt – das zwei­te Jahr des Gauklers.

Nach einer wei­te­ren durch­zech­ten Nacht im Bovel­la­ger fiel es der Zumft sicht­lich schwer, sich am mor­gen auf­zu­rap­peln. Doch es soll­te gelin­gen und die Grup­pe der Zwer­gen­wie­se brach­te die Was­ser­bahn, die Spie­le und die Bas­te­lei­en wie­der in Schuss. So begab es sich, dass Besu­cher am Sonn­tag in Ruhe vor den Wes­pen an der Taver­ne „Zum Flin­ken Fert“ flüch­ten konn­te, wäh­rend ihre Kin­der beschäf­tigt waren. Aber nicht nur das, Die­go , in sei­nen letz­ten Atem­zü­gen als Voigt wur­de von den Schwert­kämp­fern auf dem Kampf­platz bloß­ge­stellt, so dass ihm nur die Flucht nach vor­ne blieb. Vor zur Büh­ne, wo bereits der Bür­ger­meis­ter zu Bas­sum auf ihn war­te­te, um sei­ner Amts­hand­lung nach­zu­kom­men. So plau­der­te er erst aus dem Näh­käst­chen, um anschlie­ßend die Insi­gni­en an Faxe wei­ter­zu­rei­chen. Das Volk tob­te vor Jubel, erhoff­ten sie sich doch nach einem Jahr, die alber­nen Gauk­ler­glöck­chen able­gen zu kön­nen. Doch weit gefehlt, denn Faxe Fun­ken­flug belieb­te es eben­falls die Glöck­chen bei­zu­be­hal­ten und das Volk … ver­stumm­te. Und doch hofft man er wird sich noch eines bes­se­ren besin­nen. Wir wer­den es sehen – im zwei­ten Jahr des Gauk­lers. Die Gäs­te bedank­ten sich und eben­so die gesam­te Zumft, wäh­rend der Markt gemein­sam am Abend geschlos­sen wur­de. Doch wie heißt es so schön: Nach dem Markt ist vor dem Markt – und so begin­nen bereits die ers­ten Vor­be­rei­tun­gen für den Bovel­markt 2020.

Wei­te­re Ein­drück vom ver­gan­ge­nen Bovel­markt haben die See­len­fän­ger ein­ge­fan­gen. Die­se Bil­der fin­det ihr in der Bil­der­ga­le­rie oder hier:

Bleibt nicht mehr viel zu sagen, außer ein gro­ßes Dan­ke­schön an alle Beteiligten:

  • De Bovelzumft – Geleb­tes Mit­tel­al­ter e.V.
  • Bovel­ten­ze­l­er
  • Bovel­feu­er
  • Die Markt­va­ga­bun­den
  • Bas­sum Open Air (Oli­ver Launer)
  • Schand­maul
  • Wald­kauz
  • Die Ver­trie­be­nen
  • Robert Bla­ke
  • Schu­le für mit­tel­al­ter­li­chen Schwertschaukampf
  • Schau­kampf­la­ger Utholm
  • Stadt Bas­sum
  • VHS Diep­holz
  • THW Bas­sum: Jugendgruppe
  • Kul­tur- und Hei­mat­ver­ein Bassum
  • Tom The Dragon
  • Gefal­le­ner Engel Abbadon
  • Schwar­zer Wikin­ger Olaf
  • Heri­bert
  • Kers­tin Henneken
  • Wolf­gang Defort
  • allen Aus­stel­lern
  • allen Hand­wer­kern
  • allen Händ­lern
  • allen Heer­la­gern
  • allen Aus­ru­fern
  • und natür­lich allen Gästen!

Bovelmarkt 2019 – Die Einladung

Danie­lus Kroe­gus, sei­nes Zei­chens Legio­när stellt fest, dass sei­ne Dienst­zeit längst vor­über ist. Eigent­lich woll­te ihn ein Kriegs­herr namens Varus ablö­sen, um die Ter­ra Inco­gni­ta wei­ter gegen die­se bar­ba­ri­schen Ger­ma­nen zu hal­ten. Doch aus uner­find­li­chen Grün­den, tauch­te er nie auf. Also macht Danie­lus sich eigen­stän­dig auf den Weg nach Hau­se. Doch … wo geht’s lang? Danie­lus fragt sich durch und stellt als bald fest, dass irgend­et­was nicht zu stim­men scheint. Die Men­schen sehen merk­wür­dig aus und ken­nen auch den Weg nach Rom nicht. Statt­des­sen lan­det er schließ­lich beim Bovel­voigt zu Bas­sum. Die­ser kennt den Weg in die Papst­stadt und lädt den Römer gleich­zei­tig noch auf den dies­jäh­ri­gen Bovel­markt, der gemein­hin als Markt der Gauk­ler bekannt sein soll, ein.

Der Bovel­markt 2019 fin­det, wie jedes Jahr, zum Fuße der Freu­den­burg statt. Er wird am 26. Juli durch Schand­maul eröff­net und fin­det sei­nen Höhe­punkt am 28. Juli durch die Ver­ei­di­gung des neu­en Bovelvoigtes.

Die Bovelzumft beim Kartoffelfest

Met, Lei­ter­golf, Haar­flech­tery, Gerupf­te Sau, Kin­der­bas­te­ley, ein Römer und Tanz – die Bovelzumft zeigt sich viel­sei­tig beim Tag der Regio­nen an der Freu­den­burg zu Bassum.
Am letz­ten Tage des Sep­tem­ber zogen über 30 Zümft­ler schon zu frü­her Stun­de los, den Besu­chern des Kar­tof­fel­fes­tes man­cher­lei Kurz­weil zu bie­ten. Neben Speis und Trank – die neu­en Frucht­wei­ne der Taver­ne „Zum flin­ken Fert“ sol­len gar lieb­lich gemun­det haben – konn­ten die Kin­der bei­spiels­wei­se Beu­tel bas­teln oder sich am Lei­ter­golf ver­su­chen. Vogt Die­go stand – oder bes­ser saß – bereit, Hul­di­gun­gen anzu­neh­men und Fra­gen zu beant­wor­ten, ein Lager­feu­er lud zum Ver­wei­len ein und am Nach­mit­tag sorg­ten die Bovel­ten­ze­l­er mit mit­tel­al­ter­li­chem Tanz für Unterhaltung.
Die Zumft dankt für das mär­chen­haf­te Wet­ter und trinkt auf einen glü­hen­den Herbst!

Bovelmarkt 2018 Resümee

Das groß­ar­ti­ge und nie die Hand vor den Mund neh­men­de Dui­vels­pack – © De Bovelzumft – Geleb­tes Mit­tel­al­ter e.V.

Lei­der, lei­der ist er schon wie­der vor­über, der Bovel­markt 2018. Doch wir wol­len einen kur­zen Rück­blick wagen und die tolls­ten und schöns­ten Ereig­nis­se nicht uner­wähnt las­sen. Wenn gleich uns die Son­ne die­ses Jahr auch etwas mehr plag­te, als die letz­ten Jah­re und allen Zümftern, Händ­lern und Gäs­ten bei teil­wei­se 34 Grad den Schweiß auf die Stirn trieb, wol­len wir uns nicht bekla­gen. Denn wie heißt es so schön: Das Wet­ter ist einem ja nie recht. Ent­we­der ist’s zu nass oder zu warm oder irgend­was blö­des dazwi­schen. So genos­sen wir also die gel­be Schei­be und den blau­en Him­mel und ver­ding­ten unse­ren Durst an der Taver­ne. Den Auf­takt am Sams­tag-Mit­tag mach­ten Die Ver­trie­be­nen und heiz­ten (oder kühl­ten) die Stim­mung gleich zu Beginn ein, wäh­rend der Bovel­voigt Kjar­tan mit sei­nem Gefol­ge die ers­ten Besu­cher will­kom­men hieß. Doch fest saß der alte Bovel­voigt da schon nicht mehr im Thro­ne, denn wäh­rend er mit sei­ner Stadt­wa­che gute Lau­ne mim­te, berei­te­ten sich bereits 7 Kon­tra­hen­ten vor, ihm das Zep­ter zu ent­rei­ßen. Zuvor ver­ein­nahm­te das Dui­vels­pack die Büh­ne und zog den Markt in ihren lyri­schen Bann. Mit flin­ker Zun­ge und fre­chem Grin­sen ver­kün­de­ten sie ihre Bal­la­den. Auch Immer­noch­frank der Gauk­ler wuss­te hier schon die Zuschau­er für sich zu begeis­tern – vor allem sein loses Mund­werk wird vie­len in den Ohren bleiben.

Doch bei Wei­tem war er nicht der Ein­zi­ge mit losem Mund­werk, denn als die Uhre 3 schlug, stürm­ten die Her­aus­for­de­rer von Kjar­tan die Büh­ne, um sich den Auf­ga­ben zu stel­len, die es zu meis­tern galt, um selbst Voigt zu wer­den. Kjar­tan zog es vor, sei­ne Stadt­gar­de ins Ren­nen zu schi­cken und so muss­te Hagen alle Auf­ga­ben über­neh­men: Dresch­bal­ken, Malen, Pfann­ku­chen­wen­den, Seil­zie­hen. Beim Wetts­au­fen jedoch, ließ sich Kjar­tan nicht erset­zen. Die­se Dis­zi­plin woll­te er mit Leib und See­le selbst hin­ter sich brin­gen. Nach sehr anstren­gen­den Augen­bli­cken und wil­den Auf­ga­ben­rau­fe­rei­en, blie­ben (und das ist ein Novum) 3 Kon­tra­hen­ten übrig: Maris­ka, Kori und Die­go Fun­ken­flug. Ihre Auf­ga­be war es nun, ein Sand­säck­chen auf eine 3 Meter hohe Stan­ge zu beför­dern. Lei­der waren sie alle nicht beson­ders geschickt und so war der Vor­stand gezwun­gen, die Ent­schei­dung ander­wei­tig her­bei­zu­füh­ren, näm­lich durch das Volk höchst­selbst! Die Laut­stär­ke der Jubel­ru­fe führ­te nun end­gül­tig zum Ergeb­nis und Die­go Fun­ken­flug ver­trieb Kjar­tan aus sei­nem Amte. Wäh­rend da nun der neue Voigt gewählt, mach­te sich Unmut breit, denn eine wil­de SSK Söld­ner­schaft ver­kün­de­te von Üblem auf dem Kampf­platz. Unser treu, war die Stadt­wa­che mit Tjel­var und der Schwert­meis­ter zu Gegend und konn­te mit ein paar Schar­müt­zeln, die Söld­ner wie­der los­wer­den. Den ful­mi­nan­ten Abschluss bil­de­te das Bovel­feu­er mit einer atem­be­rau­ben­den Show: Feu­er­lan­zen, POIs, bren­nen­de Stä­be, Feu­er­seil­sprin­gen und der Kampf mit bren­nen­den Schwer­tern. Fantastisch!

Der Sonntag stand im Namen der Familien

Alter Voigt und neu­er: Kjar­tan links und Die­go rechts – © De Bovelzumft – Geleb­tes Mit­tel­al­ter e.V.

Wäh­rend sich am Sams­tag bereits viel Erwach­se­nes Volk tum­mel­te, führ­te eben die­ses am Sonn­tag die noch-nicht-ganz-Erwach­se­nen, auch Kin­der genannt, zum Mark­te. Die hat­ten alle Hän­de voll zutun auf der Zwer­gen­wie­se. Beim Kampf gegen der Roland, bei der SSK-Kin­der­schlacht, auf dem Karus­sell und natür­lich beim Dra­chen­schie­ßen mit der Arm­brust ging es heiß her. Und auch die Schmie­de um Georg Eichen­schmied und Gisa hat­ten sich wie­der auf Kin­der ein­ge­stellt und boten Ein­bli­cke in das alte Hand­werk. Nie­mals wol­len wir natür­lich den Dresch­bal­ken ver­ges­sen, der sich bei den klei­nen und gro­ßen Erwach­se­nen enor­mer Beliebt­heit erfreu­te. War­um die Leut jedoch so erpicht dar­auf sind, ins Stroh zu fal­len, erschließt sich mir bis heu­te nicht. Sei es drum. Die­ses Jahr war nun das ers­te Mal der Bovel-Bogen­bau­er dabei und zeig­te das Hand­werk des Bogen­baus haut­nah. Außer­dem boten die Bovel­ten­ze­l­er an bei­den Tagen wie­der eine tol­le Vor­stel­lung mit zahl­rei­chen Tän­zen und guter Lau­ne. Was es bedeu­tet, Kreis­tän­ze zu tan­zen, konn­ten die Besu­cher bei einer Aus­por­bier­stun­de unter den Augen und Anwei­sun­gen von Wil­hel­mi­na selbst erfah­ren. Gar nicht so einfach!
Auf die Minu­te genau einen Tag, nach­dem Die­go Fun­ken­flug sich gegen alle ande­ren Kon­tra­hen­ten durch­setz­te, erschien der Bür­ger­meis­ter der Stadt Bas­sum, Chris­ti­an Porsch, um Die­go in sein Amt zu hie­ven. Zep­ter und Man­tel wur­den über­ge­ben und ermah­nen­de Wor­te, es sei­nen Vor­gän­gern gleich zutun und ein guter Bovel­voigt zu werden.
Und wie es sich für eben die­sen Die­go Fun­ken­flug geziemt, ergriff er das Wort und rief das Jahr des Gauk­lers aus. Was auch immer dies bedeu­tet, wer­den wir wohl noch sehen. Man trug mir zu Ohren, dass die Stadt­wa­che fort­an mit Gauk­ler­glöck­chen aus­ge­stat­tet sein soll. Und so ver­wun­dert es nicht, dass die­je­ni­gen, die den Wege­zoll kas­sier­ten bereits unter dem Bann des Gauk­lers stan­den. So gelang es Ihnen, gan­ze 800 Stem­pel den Gäs­ten anstatt auf die Hand, auf die Stirn oder einem ande­ren Kör­per­teil, der nor­ma­ler­wei­se unter Hose und Rock ver­steckt, zu geben. Wohin soll das noch füh­ren? Doch ein Licht­blick bleibt, in die­sem Jah­re war das Lager Utholm anwe­send. Kräf­ti­ge Recken mit Schil­dern und Schwer­tern. Neben der Trup­pe des SSK zeig­ten sie den Schild­wall und wie man sich ordent­lich auf die Omme gibt. Hof­fen wir, dass der Voigt dies zu wür­di­gen weiß und die Stadt­gar­de ver­schont. Zu guter Letzt soll das neue Bovel­la­ger nicht uner­wähnt blei­ben, denn wäh­rend das Dui­vels­pack, die Ver­trie­be­nen, Immer­noch­frank der Gauk­ler und die Tri­be Black Pearls die Büh­ne unsi­cher mach­ten, waren auf der Thing­stät­te zahl­rei­che Zel­te auf­ge­schla­gen und zeug­ten von einem Ruhe­pol. Ein solch schö­nes Lager, rings um die­se his­to­ri­sche Städ­te sucht Sei­nes­glei­chen und so ist es nicht ver­wun­der­lich, dass auch in den zukünf­ti­gen Jah­ren geplant ist, das Bovel­la­ger dort aufzuschlagen.
Zum Schluss bleibt noch sehr viel zu sagen und vie­les zu erwäh­nen, doch ich ver­lie­re mich in den Wor­ten. Es war ein wun­der­vol­ler, wenn auch sehr hei­ßer Markt. Die Bovelzumft ist ob der tau­sen­den Gäs­te, die dem Auf­ruf des Bovel­voig­tes gefolgt waren höchst ange­tan und freut sich auch im nächs­ten Jahr wie­der die Pfor­ten des Bovel­mark­tes zu öffnen.

Wer mehr Ein­drü­cke vom Bovel­markt sehen möch­te, kann sich zum einen durch die Bil­der­ga­le­rie kli­cken oder die­ses tol­le Video anse­hen, dass auch mit der Tro­ba­do­re Musik des Bovel­mark­tes hin­ter­legt ist:

Ein gro­ßes Dan­ke­schön geht an fol­gen­de Hel­fer, ohne die die­se tol­le Ver­an­stal­tung so nicht mög­lich wäre:

  • De Bovelzumft – Geleb­tes Mit­tel­al­ter e.V.
  • die Markt­va­ga­bun­den
  • Dui­vels­pack
  • Die Ver­trie­be­nen
  • Immer­noch­frank der Gaukler
  • Tri­be Black Pearls
  • die Schu­le für mit­tel­al­ter­li­chen Schwert­schau­kampf (SSK)
  • das Schau­kampf­la­ger Utholm
  • die Stadt Bassum
  • die VHS Diepholz
  • THW Bas­sum: Jugendgruppe
  • Deut­sches Rotes Kreuz
  • den Kul­tur- und Hei­mat­ver­ein Bassum
  • Tom the Dragon
  • Uwe Taechl
  • allen Aus­stel­lern
  • allen Heer­la­gern
  • allen Hand­wer­kern
  • und natür­lich allen Gästen!

Auf bald!

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